TING Büchlein, tingelingeling

Einige Kinder, der Kölledaer Kita Frieden besuchten die Bibo bereits im Rahmen des neuen Bibo - Projekts. Fotos: M. Deutschland
 
Einige Kinder, der Kölledaer Kita Frieden besuchten die Bibo bereits im Rahmen des neuen Bibo - Projekts. Fotos: M. Deutschland


Leseförderung mit der Kölledaer Bibliothekarin Heide Stottmeier.


"Freude am Lesen wecken und die Möglichkeiten der digitalen Medien wie zum Beispiel die TING –Stifte dafür zu nutzen, das Leseerlebnis zu erweitern, zu teilen und selbst kreativ zu werden ist Ziel eines neuen Projektes", kündigt Bibliothekarin Heide Stottmeier an und freut sich schon jetzt auf den ersten Termin, wo der TING Stift vorgestellt werden soll.
AA-Autorin Manuela Deutschland wollte mehr, rund um das Thema Leseförderung Wissen und hat nachgefragt.



1. Wie kann Lesen stark machen?

Das klingt jetzt wohl etwas hochtrabend, aber es ist so: Lesen als Kulturtechnik und Teil einer umfassenden Medienkompetenz gehört zu den Schlüsselqualifikationen unserer Gesellschaft. Die viel diskutierte Zunahme von Defiziten bei Lesefähigkeiten und -fertigkeiten erfordert nachhaltiges, auf Kontinuität angelegtes Handeln. Die Stadtbibliothek ist dabei – wir machen Lesestark!
In der Tat bieten digitale Medien neue Chancen für das Vorlesen. Grundsätzlich bieten digitale Vorleseangebote neue Möglichkeiten, auch die Familien zu erreichen, bei denen das Lesen und Vorlesen einen geringeren Stellenwert hat. Diese Potenziale müssen wir in Zukunft noch stärker nutzen und digitale Medien gezielt einsetzen.
Hier unterstützt uns das Projekt: “Lesen macht stark – Lesen und digitale Medien!“ , welches vom Deutschen Bibliotheksverbandes e.V. (dbv) in Kooperation mit der Stiftung digitale Chancen gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung als Gemeinschaftsprojekt mit Partnern wie den Kindergärten, Vereinen und Ehrenamtlichen bewilligt wurde.

2. Was bedeutet für Sie Leseförderung?
Bibliotheken sind seit jeher ganz wichtige Akteure auf dem Feld der Leseförderung, Sprachförderung und Vermittlung von Medien- und Informationskompetenz.
Ganz wichtig: So früh wie möglich vorzulesen und vor allem auch die Eltern zum Vorlesen zu begeistern. Mit Projekten, wie: “Ich bin eine Leseratte!“, „Lesestart – drei Meilensteine für das Lesen“ und „Lesen macht stark…“ wird Leseförderung aktiv praktiziert.
Deshalb arbeite ich auch so gern mit den Kindertagesstätten und dem Kinderhort zusammen, denn diese Einrichtungen sind unsere Kooperationspartner und verfolgen dasselbe Ziel.

3. Was halten Sie von digitalen Medien?

Ich selbst bin eher der nichtdigitale Leser. Ich bin der Meinung, dass man die gigantische Informationsmenge, die unsere Gesellschaft überflutet, nur beherrschen und verstehen kann, wenn man mit der Schrift auf vertrautem Fuße steht. In nahezu allen Bereichen unseres Alltags wird ein sicherer Umgang mit Schrift und Sprache vorausgesetzt. Selbst wenn man einen Computer sinnvoll bedienen will, sollte man lesen können und das Gelesene auch verstehen können. Einen sinnvollen und wohldosierten Umgang mit digitalen Medien zum Beispiel im Rahmen des Projektes: „Lesen macht stark – Lesen und digitale Medien“ mit Unterstützung von zwei Ehrenamtlichen erleben hier die Kinder im Alter von 3 – 5 Jahren in unserer Bibliothek. Der Einsatz des Bilderbuchkinos und der Umgang mit den neu erworbenen TING –Stiften lässt die Kinder ihr Leseerlebnis erweitern und vertiefen.


4. Was kann der TING-Stift?

Dieser Stift kann sehr viel. Man höre und staune! Das Wort TING kommt aus dem Chinesischen und heißt so viel wie „klingen“ und ich habe beim erstmaligen Benutzen eines TING-Stiftes gestaunt, was damit alles möglich ist. Nachdem das vertingte Buch auf den Stift geladen wurde, lässt er das Buch „klingen“. Es werden je nach Buchtitel Geschichten erzählt, gefragt, gesungen und alle möglichen Geräusche gemacht. Ich glaube, das wird den Kindern sehr gefallen.

5. Wie sollen die Kinder an diese Medium herangeführt werden?

Im Rahmen des Projektes . „Lesen macht stark – Lesen und digitale Medien“ gibt es mehrere Veranstaltungen für die Kinder, bei denen sie mit ehrenamtlichen Helfern den Umgang mit diesen Stiften erfahren und ausprobieren können. Ausgangspunkt ist immer eine gelesene Geschichte. Durch den Einsatz digitaler Medien wie das Bilderbuchkino oder diese TING-Stifte soll das Leseerlebnis vertieft, geteilt und kreativ werden.


Am 5.Dezember hieß es: “TING Büchlein, tingelingeling!“
Da konnten Eltern mit ihren Kindern in die Stadtbibliothek kommen und schon mal staunen, was am Vorabend zum Nikolaustag dort so alles geboten wurde.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
2 Kommentare
12.763
Renate Jung aus Erfurt | 10.12.2014 | 14:09  
9.688
Hannelore Grünler aus Artern | 10.12.2014 | 20:08  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige