Unscheinbarer Grabstein für Helferin bei 2638 Geburten in Kölleda

Der besagte Grabstein.
Kölleda: Friedhof | Geht man heute vom Haupteingang des Friedhofes, am sogenannten Speichergebäude vorbei, steht unmittelbar an der unteren Ecke ein, fast unscheinbarer und schmuckloser, rechteckiger Grabstein. Vielen Kölledaern und Besuchern des Friedhofes wird er bekannt aber kaum aufgefallen sein.

Hier wurde die Coelledaer Hebamme Frau Maria Elisabeth Reime beigesetzt. Sie wurde geboren am 3. Juni 1783 und verstarb im Alter von 67 Jahren am 2. September 1850. In diesem Jahr, am 3. Juni 2011 jährte sich Ihr Geburtstag zum 228. Mal. In ihrem Leben war sie den Müttern von Cöelleda bei 2638 Geburten behilflich, wie auf der heute noch lesbaren Inschrift auf der Rückseite des Grabsteines zu entnehmen ist. Maria Elisabeth Reime muss auch sehr beliebt aber auch fleißig gewesen sein, denn die dankbaren Mütter von Coelleda widmeten Ihr damals diesen denkwürdigen Grabstein.

Leider sind auch an diesem Denkmal des Kölledaer Friedhofs, an historischer Stelle, dem denkwürdigen Platz des 1266 gegründeten Zisterzienser - Klosters, die Spuren der Zeit mit den Jahren nicht spurlos vorüber gegangen. Eines Tages werden die Inschriften, wie auf einigen anderen Grabmählern heute schon, nicht mehr zu erkennen sein.

So wollen wir hoffen, dass diese stummen Zeugen unserer Kölledaer Vorfahren aus unserer Heimat, uns und den nachfolgenden Generationen noch lange erhalten bleiben.


Von Hans-Georg Scholz
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige