Alles für die Katz

Diese Geschichte liegt schon ein paar Jahre zurück. Mein Mann und ich fahren Samstag immer einkaufen. Unsere Katzen bleiben dann im Haus, bis wir zurückkommen.kommen. Sie sitzen meistens schon am Fenster und erwarten uns. Wir tragen das Mitgebrachte durch die Garage in den daneben liegenden Raum, hier wird es kurz zwischengelagert.Und wie es so ist, nach einer anstrengenden Fahrt in die Stadt, ruht man sich erst mal etwas aus. Vorher bekommen natürlich meine Lieblinge ihre Überraschung, entweder Leckerlis oder Katzenmilch. Sie wissen genau, wenn wir heimkommen, haben wir ihnen etwas mitgebracht. So hat es sich auch wieder abgespielt. Nur, dass wir dieses mal vergessen hatten ,den Raum in dem das Eingekaufte stand, hinter uns abzuschließen. Unser Felix, ein hübscher, großer Kater, hat die Angewohnheit, Türen zu öffnen. Er springt mit den Vorderpfoten auf die Klinke, und hängt sich daran. Durch sein Gewicht geht die Tür dann auf. So verschafft er sich und den anderen beiden Katern Timmy und Morli Zutritt in alle Räume unseres Hauses. Und so geschah es auch an diesem Samstag. Wir saßen ahnungslos bei einer Tasse Kaffee, währenddessen sich die Katzen ungestört über den Einkauf hermachten. Wir haben noch ferngesehen und Zeitung gelesen, mein Mann war eingeschlafen. Dann ein lauter Knall an der Stubentür, Felix war wieder auf den Drücker gesprungen und die Drei kamen unschuldig hereinspaziert. Jeder suchte sich ein Plätzchen. Nun wurde sich ordentlich geputzt. Für ein paar Minuten war es in unseren Wohnzimmer so friedlich. Mein Mann schlief immer noch, schnarchte sogar ein wenig. Die Katzen hatten es sich auch gemütlich gemacht. Glücklich schaute ich von einem zum anderen. Ich ging leise aus dem Zimmer in den Keller, um das Eingekaufte wegzuräumen. Verschiedene Lebensmittel gehörten in den Kühlschrank Als ich die offene Tür sah, wusste ich gleich, was geschehen war. Und dann musste ich nur noch lachen. Ich hätte nie gedacht, was Katzen alles können: Puddingpulvertüten zerfetzen, Scheibenkäse anknabbern, Sahnebecher, Tomaten und frische Brötchen im Raum verteilen, eine Ölflasche aus Plaste anbeißen, so dass das Öl in die Fliesenfugen lief. Eine Milchpackung war voll Zahnabdrucke. Das lustigste aber war: Sie hatten meinen Mann seinen Hackepeter verspeist. Zum Glück waren es nur ca. 200gr. Geteilt durch drei Katzen. Geht grad so. Ich war meinen Lieblingen nicht eine Sekunde böse. Schließlich war es unsere Schuld, wir hatten den Schlüssel nicht umgedreht. Ich habe schnell alles aufgeräumt und was noch zu retten war, in den Kühlschrank gepackt. Dann ging ich wieder ins Wohnzimmer. Ich schaute Felix lange an, er senkte nicht mal den Blick, als wollte er mir in die Seele schauen. Sicher dachte er: „Na, meine Gute, hast Du alles weggeräumt? Übrigens, das Fleisch in dem Papier war ganz schön würzig.“ Ich nahm ihn auf den Arm und flüsterte ihm ins Ohr: „ Ich liebe Dich, mein Kätzchen.“ Mein Mann weiß bis heute nicht, was passiert ist. Als er sein Hackfleisch essen wollte und es nicht fand, durchsuchte er den Kofferraum des Autos und schaute hinter die Sitze. Ich beobachtete ihn vom Küchenfenster aus und lachte. „ Du hast es sicher in der Kaufhalle liegen gelassen!“ rief ich grinsend hinaus. Meinen drei Katern ist alles gut bekommen.
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