Arko, ausgesetzt

An einem heißen Sommertag stand er allein, ängstlich und durstig an der vielbefahrenen Bundesstraße.
Was hatte er nur falsch gemacht, dass man ihn einfach hier zurückließ. Ihn traf keine Schuld. Sein Herrchen besaß kein Herz. Wie kann man seinen Hund einfach aussetzen. Kein Hund der Welt hat so etwas verdient.
Mein Schwager wollte meine Tochter Andrea von der Schule abholen und sah Arko auf dem Feldweg stehen. Auf dem Rückweg stand er noch an derselben Stelle. Zu Hause angekommen ließen sie das Auto vor der Tür stehen. Sie hatten es eilig. Arko musste geholt werden, bevor ihm etwas passierte. Eine Schale, eine Flasche mit Wasser und ein Strick zum Anbinden waren schnell zusammengesucht. Mit den Fahrrädern fuhren sie zu dem Feldweg auf dem sie Arko wussten.
Andrea war total aufgeregt. Arko zeigte keine Scheu. Als erstes gab sie ihm zu trinken. Sein Durst war groß. Er ließ sich problemlos von meinem Schwager anleinen.. Arko war ein junger Mittelschnauzerrüde, noch kein Jahr alt und seine Rute war kupiert. Verschiedene Namen wurden ausprobiert, auf Arko reagierte er. Natürlich wurden verschiedene Tierärzte und die zwei nahegelegenen Tierheime angerufen. Keiner vermisste einen Mittelschnauzer. Jetzt hatte Arko ein neues Zuhause und ein Rudel, das ihn liebte. Nicht jeder ausgesetzte Hund hat dieses Glück. Er blieb fast 14 Jahre. Dann ging Arko über die Regenbogenbrücke. Ein schönes Hundeleben hatte sich vollendet.
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