Guck mal, wer da schnuppert ...

Wer kann diesen Augen schon böse sein?
SÖMMERDA.Friedlich liegen sie in ihren kleinen Hängematten und Höhlen, wo sich die possierlichen Tiere ineinander gekuschelt nicht beim Mittagsschlaf stören lassen. Erst mit dem Klappern der Leckerli Dose kann sich so manches Tier dann doch dazu aufrappeln den fremden Besucher - mit ihren schwarzen Knopfaugen - neugierig zu beäugen. Nein, es handelt sich hier nicht um Verwandte des berühmten Opossums Heidi, denn Petra Mittelbach beherbergt Farbratten.

Seit sechs Jahren päppelt die gelernte Verwaltungsfachwirtin in Not geratene Farbratten auf. Ihre besondere Zuneigung gegenüber diesen Tieren verdankt sie ihrer Tochter, die sie damals mit eigener Haltung von fünf Farbratten überraschte. "Zunächst war ich skeptisch", verriet Petra Mittelbach. Doch je mehr sie sich mit ihnen beschäftigte, desto schneller schwanden ihre Vorurteile. Im Jahre 2006 nahm sie schließlich ihren ersten Notfall auf. Ein Fundtier - aus dem Tierheim in Sömmerda.
Mittlerweile werden Notfälle auch über diverse Rattenforen publik gemacht und wer kann, nimmt die angebotenen Tiere so lange in Pflege - bis sie wieder vermittelt werden können. Mittlerweile arbeitet Petra Mittelbach sehr eng mit verschiedensten Tierheimen zusammen, darunter auch das Tierheim am Wasserweg in Sömmerda, ein Tierheim aus Jena, Eisenach sowie Chemnitz. Ein noch ziemlich junger Rattenschutzverein, in welchem sie selbst auch Mitglied ist, agiert bundesweit und über ein gut funktionierendes Netzwerk sind Vermittlung und schnelle Hilfen kein Problem mehr.
Farbratten sind sehr soziale, intelligente, reinliche und friedliche Tiere, die man nicht allein, sondern nur in kleinen Rudeln halten sollte, denn die Kommunikation untereinander und das gegenseitige Spiel ist für die Tiere sehr wichtig. Wer sich näher mit ihnen befasst, merkt schnell, dass sie ihre Titulierung als Ekeltier nicht verdient haben.
Sie stammen ursprünglich von der wilden Wanderratte ab und wurden durch Züchtung den Bedürfnissen und Ansprüchen der Menschen angepasst. In den 80 er Jahren entdeckten sie die Punker für sich und etablierten sich schon bald als Haustier.
Wer die Haltung von Farbratten in Erwägung zieht, sollte wissen, dass man aufgrund der Krankheitsanfälligkeit mit hohen Tierarztkosten rechnen muss, die Tiere werden nur zwei bis drei Jahre alt und sollten - weil sie sehr fruchtbar sind, nach Geschlecht getrennt gehalten werden. Petra Mittelbach lässt ihre Zöglinge kastrieren und freut sich über jedes Tier, das sie wieder in gute Hände geben kann.

Weitere Informationen rund um die Farbratte unter:
www.Rattenschutzverein.de
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5 Kommentare
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Karin Jordanland aus Artern | 20.09.2012 | 11:29  
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Hannelore Grünler aus Artern | 20.09.2012 | 19:44  
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Gunter Linke aus Saalfeld | 20.09.2012 | 21:47  
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Renate Jung aus Erfurt | 20.09.2012 | 23:44  
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Constanze Fuchs aus Gotha | 21.09.2012 | 00:45  
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