Vandalen gegen Naturschutzprojekt der EU ?

Spezielle Landschaftsbestandteile in Thüringen sind als besonders förderungswürdig anerkannt, wozu auch die Trockenrasenflächen am Drachenschwanz gehören. Dieses ist ein wichtiger Bestandteil zur Erhaltung der Lebensräume von seltenen Tieren und Pflanzen .So zum Beispiel die Glattnatter, die Hosenbiene, die Rote Röhrenspinne, die Blauflüglige Ödlandschrecke und dem Hauhechelbläuling, um nur Einige zu nennen. Diese Freihaltung der Steppenrasengebiete kann in gewissen Bereichen nur mit Ziegen und Schafen erfolgen. Im Bereich des Drachenschwanzes leisten diese wichtige Arbeit die Ziegen und Schafe des Tierzentrums Sömmerda, deren einzige Arbeit im Fressen von Grünmasse besteht. Nur dadurch wird der zunehmenden Verbuschung entgegengewirkt. Die Schaffung von bewuchs armen - oder bewuchsfreien Flächen ist Grundlage der Erhaltung von Steppenrasenflächen. Allein dieser Umstand, der artgerechtesten Haltung von Tieren, wie sie in keiner auf Wirtschaftlichkeit ausgerichteten Tierhaltung möglich ist, verdient mit Recht das Label "Weidewonne". Naturnahe Haltung ohne wuchsfördernde Mittelchen, sollten das Bild einer Symbiose von Natur und Tier vollenden. Leider erfreut das nicht alle Mitbürger, denen die Notwendigkeit dieses Vorhabens nicht in den Kram passt. Seit Jahren wird durch diese Leute versucht, das Tun zum Erhalt des Trockenrasens zu sabotieren. Das erklärte Kampfziel dieser Biertischaktionen ist es, die Beweidung zu erschweren. Sachbeschädigung wie täglich zerschnittene oder umgelegte Zäune beinhalten deren Tagesablauf in der Hoffnung, die Tiere würden ausreißen oder Schaden auf den benachbarten landwirtschaftliche Flächen anrichten um so große Zwietracht unter allen Beteiligten zu säen. Selbst der Tod von Tieren wird billigend in Kauf genommen. Schafe und Ziegen werden mit dem Knall von Schüssen oder Hunden in die Weidezäune gehetzt. Selbst mehrmalige Kontrollen am Tag verhindern bei hohen Temperaturen oftmals nicht den Tod der im Zaun festhängenden Tiere.
Zu Beginn der Weidesaison 2014 haben wir vermutet, dass ein Wolf sich auf seiner Wanderschaft am Drachenschwanz aufgehalten hat, fünf Jungtiere wurden innerhalb kürzester Zeit zu Tode gehetzt oder gerissen, von denen wir nur Spuren ihrer Kadaver fanden. Niemand sieht oder hört etwas von den hinterhältigen Taten, Vermutungen und Umschreibungen von Gesehenen gibt es nur hinter vorgehaltener Hand. Gibt es eine Alternative zur Freihaltung der Flächen? Nein. Schnell zugewucherte Flächen durch Weißdorn und Wildrosen, die auch für Spaziergänger die Wege unpassierbar machen. Bestes Beispiel die Wege durch das Boudinwäldchen. Wildtiere haben unter solchen Bedingungen auch keinen Lebensraum, denn kein Reh oder Vogel kann sich durch wucherndes Gestrüpp kämpfen. Durch die Blattmasse der Büsche wird alles darunter befindliche Gras vernichtet somit findet kein Hase Futter. Was bleibt übrig Wildnis! Ein Reh springt über unsere Zäune und ein Hase läuft unten durch, kein Vogel verfängt sich im Netz. Sicher stellt die Beweidung auch mal eine Behinderung für manchen wandernden Menschen dar, aber nur für manchen. Es gibt sehr viele, die Verständnis zeigen und sich an dem geleisteten und an den Weidetieren erfreuen.
Wir sind froh, dass die Schafe und Ziegen auf diese Weise eine sinnvolle Beschäftigung haben. Ursprünglich wurden dort solche Tiere eingesetzt, die vorm Schlachthof gerettet wurden, weil der Besitzer verstorben war oder die Tiere bei Mitmenschen nicht mehr willkommen waren. Da sehr gute Ergebnisse mit der Beweidung erzielt wurden, mussten wir den Bestand an Tieren vertraglich aufstocken, um größere Flächen abweiden zu können.
Die Beweidung und Maßnahmen der Endbuschung von Flächen am Drachenschwanz die bis Ende 2015 durch das Life Projekt betreut werden, wird zielführend mit unabsehbarem Ende fortgesetzt. Ab dem Zeitpunkt der Beendigung durch das Lifeprojekt wird die Maßnahme welche einen sehr hohen Stellenwert bei der Erhaltung der vom Aussterben bedrohten Tier und Pflanzenarten hat, von der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes und des Landwirtschaftsamtes betreut. In der Zwischenzeit haben wir mit vielen Rassen Versuche unternommen, welche sich unter den Bedingungen am besten eignen, welche Zusammensetzung der Herde günstig ist um einen Verbiss an Büschen zu gewährleisten und gleichzeitig das aufwachsende Gras abzuweiden. Erste Erfolge stellen sich ein, ausgeglichene Tiere zu züchten. Leider passiert es auch, dass mal ein Tier verwildert und sich das Einfangen im Herbst sehr schwer gestaltet. Zumal von uns errichtete Fangstände sabotiert werden. Auch uns fällt es nicht leicht, die Zahl der Tiere über den Winter zu bringen umso froher sind wir, wenn unsere Tiere wieder zeitig raus können und im Herbst lange fressen können. Beste Ergebnisse lassen sich in einer ganzjährigen Beweidung erreichen, dieses wird anderen Ortes schon langjährig praktiziert. Dort wurden feste Zaunanlagen errichtet und der interessierte Wanderer kann über einfache Bauwerke das Weideland betreten, durchwandern und auch wieder am Ende des Wegs verlassen. Mir persönlich gefällt diese Lösung sehr gut. Leider kann man dieses hier nicht umsetzen. Obwohl es eine Aufwertung des gesamten Gebietes mit sich bringen würde. Scheitert aber im Raum Tunzenhausen an der dortigen Jägerschaft, die der Auffassung sind Herr von Wild und Land zu sein. Eine Gemeinsamkeit ist von unserer Seite gewünscht wird aber von Seiten der dortigen Jäger seit vielen Jahren negiert. Als Tierschützer muss ich mich oft mit dem Sinn der Jagd auseinandersetzen. Ich habe in meinem Bekanntenkreis viele Freunde die dem Hobby der Jagd frönen, diesen möchte ich auch nicht zu nahe treten. Wenn ich aber den Zauber sehe der da gegen die Beweidung betrieben wird, muss ich fragen, welchen Sinn hat die Jagd in der heutigen Zeit. Dient sie Jemanden? Oder ist es nur die Befriedigung von Gelüsten der Waffennarren, die gern Tiere töten. Dass bestimmten Personen eine charakterliche Unzurechnungsfähigkeit unterstellt werden muss, beweisen Drohungen, dass etwas Schlimmes passieren wird. Wie das aussieht, haben wir mit den Verlust der Jungtiere unter anderem erfahren. Selbst abgefeuerte Schüsse während unserer Weidekontrolle in unsere unmittelbare Nähe mussten wir schon erleben. Oder wird sie weidgerecht im Einklang mit der Natur betrieben. Nun sind die Tiere deren Lebensraum von uns erhalten wird kein jagdbares Wild und somit uninteressant für das Portemonnaies der Jäger ebenso die Pflanzen. Es kann aber nicht sein, dass einzelne waffentragende Bürger ihr Interesse über das der Allgemeinheit stellen. Das gemeinsam mit der EU, dem Land Thüringen, der Unteren Naturschutzbehörde, dem Life Projekt und uns betriebene Steppenrasenprojekt hat viele Aufgaben für die Nachhaltigkeit unserer Umwelt. Sicher wird es nicht allein die Welt retten, aber einen kleinen Beitrag dazu leistet es. Zum einen würden die Wege professionell gepflegt, Wanderer erhalten durch Tafeln Aufschluss über Sehenswertes und es würde für die Betreiber Spaß machen. Nicht vergessen darf man, dass bei allen Kontrollen und Begehungen durch die EU Kommission beste Noten vergeben wurden und sogar ein Film zur Dokumentation über diese Maßnahme gedreht wurde.
Das wenige Geld für diesen Aufwand reicht gerade für das Nötigste, wir tun diese aber in Verantwortung für unsere Umwelt und unsere Tiere. Mutwillig zerstörte Zäune sowie auch die Anschaffung der Zäune werden durch uns persönlich bezahlt und nicht wie aus Unkenntnis fälschlicher verbreitet wurde, durch Spendengelder gekauft.
Eine Bitte zum Abschluss, an alle die sich auch aus Unkenntnis oder falscher Informationen von Hassern dieses Projektes als Fahnenträger gewinnen lassen, lasst unsere Tiere in Frieden ihrer Arbeit nachgehen. Wir finden es krank sich an derartiger Schadenfreude zu ergötzen, die die Beweidung erschweren sollen, oder wer einen persönlichen Rachefeldzug auf Kosten des Lebens der Tiere austrägt.
"Jäger sind Menschen, denen niemand ausreden kann, dass es für einen Rehbock kein größeres Vergnügen gibt, als von einer Kugel getroffen zu werden." ( Brigitte Bardot)

Familie Stengler
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