Die Karl-Marx-Straße in Kölleda - eine Straßenbaumaßnahme mit schildbürger´schen Tücken

  Am Montag dieser Woche, hatte ich einen Termin am Kölledaer Bahnhof mit der verkehrspolitischen Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag Dr. Gudrun Lukin. An diesem Tag bin ich auch erstmals seit der Sanierungsmaßnahme in der Karl-Marx-Straße im letzten Jahr durch diese hindurchgekommen. Dabei fielen uns einige Dinge auf, die man bei diesem Bauvorhaben hätte anders lösen können.

So das ich mich dazu entschlossen habe, dieser Straße heute erneut einen Besuch abzustatten. Und die Unstimmigkeiten insoweit sie ersichtlich sind sowhohl im Wort als auch im Bild darzulegen.

Besonders ins Auge gefallen ist mir dabei der extrem schmale Fußweg auf der linken Straßenseite von der Gebösestraße aus gesehen. Welcher lediglich eine wirklich nutzbare Breite von 79 cm aufweist. Wohin gegen der auf der gegenüberliegenden Straßenseite zwar mit 125 cm um einiges größer ist. Aber trotzdem auch nicht wirklich eine Begegnung von zwei Fußgängern zulässt. Von Menschen im Rollstuhl, älteren Menschen mit Rollatoren oder Gehstützen oder Müttern mit Kinderwagen mal ganz zu schweigen. Für die genannten Personengruppen ist insbesondere die Benutzung der linken Straßenseite mit vielen Unwegbarkeiten und sogar Gefahren (wie z. B. Sturzgefahr durch die enggefasste Wegstrecke) verbunden.

Ebenso auffallend ist, dass zum Beispiel unmittelbar vor dem Hauseingang des Hauses Karl-Marx-Straße Nr. 4 sich in der Gehwegborde ein etwa 10 cm langer Riss bereits ein halbes Jahr nach Beendigung der Baumaßnahme befindet. Welcher zweifelsohne auf eine unheilvolle Kombination von Mängeln in der Bauausführung und Kälteschäden eines Winters 2013/2014 zurückzuführen ist. Der kurz aber blitzartig zugeschlagen hat.

Auch und nicht gerade von geringer Bedeutung für die AnwohnerInnen und ihre Gäste, welche mit dem Automobil anreisen. Sind die geschaffenen Parkbuchten, welche nur linksseitig in Richtung Bahnhofstraße vorhanden sind. Und eigentümlicherweise in einem Zweireihenmodell mit sehr engen Abgrenzungen zwischen den einzelnen Parkbuchten längst zu den Häuserwänden der Wohnblocks mit den ungeraden Hausnummern realisiert wurden. Was geradezu insbesondere bein Ein- und Ausfahrvorgängen an den Parkbuchten die Gefahr von leichteren seitlichen Auffahrunfällen welche u.a. Lackschäden zur Folge haben können merklich erhöht. Auch ist eine wirkliche Ökonomie bzgl. der Anzahl der abstellbaren Fahrzeuge nicht wirklich zu verzeichnen. Eine Variante, des Parkens in Parkbuchten quer zu den Häuserfronten in der sogenannten "Fischgrätenform" hätte zumindest das Abstellen von einem Drittel mehr an Fahrzeugen zugelassen.

Ein weiteres Problem, welches mir so am Montag nicht aufgefallen ist. Worauf mich aber ein Anwohner heute aufmerksam hat. Ist die Art und Weise, wie die Abgrenzungsmarkierungen für die Parkbuchten aufgebracht wurden. Diese wurden nach seiner Auskunft lediglich nur aufgeklebt. Und dann darüber sandgestrahlt. Was die Festigkeit der Markierung angeblich erhöhen soll. Fotografien in diesem Artikel beweisen allerdings eher das Gegenteil. Und zeigen bereits erhebliche Schäden, innerhalb eines so kurzen Zeitraumes von einem halben Jahr nach Beendigung der Baumaßnahme auf.

In der Thüringer Allgemeine vom 26.04.2013 (Zeitungsteil für den Landkreis Sömmerda) wird über dem Beginn der Baumaßnahme und die Kosten in einer Höhe von 727.000 Euro berichtet. Welche neben einem von der Stadt Kölleda zu bringenden Eigenanteil auch aus verschiedenen öffentlichen Fördertöpfen getragen wurden.

Auf jeden Fall, muß man immer wieder anmahnen und darum bitten. Das die kommunalen Aufsichtsbehörden künftig mehr auch auf die Planungsunterlagen und deren Details für Projekte achten, die eigentlich der Erhöhung der Lebensqualität ALLER BürgerInnen dienen sollen. Damit sie am Ende nicht dann wieder mehr zu einem Kostenfaktor für die ohnehin schon knapp bemessenen öffentlichen und kommunalen Kassen werden. Oder manchmal auch zum Schildbürgerstreich.

Es bleibt nur zu hoffen, dass man bei den anstehenden Straßenbauprojekten im Bahnhofsviertel (Bebelstraße, Breitscheidstraße und Jahnplatz) mehr Sorgfalt anstatt überstürzten und nicht immer zweckdienlichen Handelns walten lässt?! ;)

(Der Autor des Artikels ist selbst mobilitätseingeschränkt. Und Kandidat für den Stadtrat in Kölleda auf Listenplatz 5 für DIE LINKE)
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