Erhalten oder schließen?

Die Kreistagsmitglieder Johannes Selle MdB, Gudrun Holbe MdL sowie Bad Frankenhausens Bürgermeister Matthias Strecj und Stadträtin Silvana Schäffer besuchten die Bundeswehr-Kaserne in Bad Frankenhauen. (Foto: Pressestelle von Johannes Selle)
Informationsveranstaltung noch vor Ostern


Die Kreistagsmitglieder Johannes Selle MdB, Gudrun Holbe MdL sowie Bad Frankenhausens Bürgermeister Mathias Strecj und Stadträtin Silvana Schäffer besuchten vergangene Woche die Bundeswehr-Kaserne in Bad Frankenhauen. Im Mittelpunkt des Gespräches stand der Erhalt des Bundeswehrstandortes.

Die Kyffhäuser-Kaserne gehört zu den modernsten Kasernen in der Bundesrepublik. Seit 1990 wurden ca. 150 Mio. Euro in die Sanierung und Modernisierung investiert. Neben der hervorragenden technischen Ausstattung (Einführung SAP, moderne Hallen, KFZ-Werkstätten) besitzt die Kaserne ein umfangreiches Informations- und Betreuungsangebot für die stationierten Soldaten. Auch die komfortablen Stuben, die mit dem Konzept „Stube 2000“ eingerichtet wurden, sind ein Aushängeschild der Kaserne.

Besonders die starke Verbundenheit der Bad Frankenhäuser zu ihren „Staatsbürgern in Uniform“ ist ein wichtiges Argument für den Erhalt.
Die Kaserne ist für die strukturschwache Region ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, der Arbeitsplätze sichert. Darüberhinaus arbeitet die Kyffhäuser-Kaserne mit der ZAW (Zivilberufliche Aus- und Weiterbildung) und mit der IHK Dessau zusammen. Vor Ort werden zukünftige KFZ-Mechatroniker, Verwaltungsfachangestellt oder auch Fachinformatiker ausgebildet.

In der Pressemitteilung aus dem Büro von Johannes Selle heißt es, dass sich die Teilnehmer der Gesprächsrunde einig waren. Die Kyffhäuser-Kaserne biete nicht nur für die Region um den Kyffhäuser, sondern auch für die Bundeswehr viele Vorteile. Mit einer öffentlichen Informationsveranstaltung, die noch vor Ostern stattfinden soll, wird die Bevölkerung über Einsatz und Zukunft der Bundeswehr in die Diskussion einbezogen.

Das Gespräch klammerte natürlich nicht das beherrschende Thema aus, den Rücktritt von Karl-Theodor zu Guttenberg. Thomas de Maiziere wurde als fähiger und kompetenter Nachfolger begrüßt. Der Kommandeur Oberstleutnant Steinseifer verwies fachkundig auf zentrale Fragen und Veränderungsvorschläge der Bundeswehrreform. „Ich bin mir sicher, dass der eingeschlagene Weg unumkehrbar ist und vom neuen Bundesverteidigungsminister fortgeführt wird“, sagte Selle. „Bei der Entscheidung über Schließung oder Erhalt der Kaserne wird die gute Verbindung zur Stadt Bad Frankenhausen eine wichtige Rolle spielen“, äußerte Frau Holbe. Dem schlossen sich die Gesprächsteilnehmer an.
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