Pro & Contra Verkehrsgemeinschaft Mittelthüringen

Wann? 05.10.2011

Wo? Kreistag, Wielandstraße 1, 99610 Sömmerda DE
  Sömmerda: Kreistag | Erst zu Jahresbeginn lehnte der Kreistag des Landkreises Sömmerda einen Beitritt zur Verkehrsgemeinschaft Mittelthüringen (VMT) vorerst ab. Meiner Meinung nach ist das

falsch aber auch wiederum richtig. Wenn der Landkreis Sömmerda einen solchen
Verbund beitritt dann heist das auf jeden Fall, dass er die Entscheidungsautonomie über den Busverkehr im seinem Einzugsgebiet an den Verbund mit Sitz in Gotha abtritt. Diese Gemeinschaft hat aber wiederum den Vorteil, dass sie ungleich höhere Qualitätsstandards ansetzen kann und zum Teilauch muss. So zum Beispiel, dass wass den Einsatz von behindertengerechten Niederflurbussen zu festen Zeiten auch am Wochenende anbelangt. Damit ist natürlich ein erheblicher finanzieller Mehraufwand für die Busunternehmen verbunden. Welches insbesondere die kleineren privaten Firmen in engste Bedrängnis bringen kann. Wiederum sind aufgrund des Straßenzustandes, insbesondere einiger Kreis- und Landesstraßen diese Fahrzeuge nicht ungehindert einsetzbar. Auch von der Kundenseite ergeben sich erhebliche Veränderungen damit. Zum Einen wäre da eine Verteuerung bei Fahrten ohne ein Umsteigen. Welches besonders für Bürgerinnen und Bürger mit schmalem Geldbeutel eine unter Umständen große Belastung darstellt. Abfedern liese sich dies nur, wenn die ander VMT beteiligten Landkreise und kreisfreien Städte auf die Einführung eines flächendeckenden Sozialtarifes für finanzschwache Bürgerinnen und Bürger einigen könnten. Dieser müssten dann allerdings geldlich von den Landkreisen und kreisfreien Städten gestützt werden. Welches ungleich schwerer ist, angesichts der aktuell eher misserablen Finanzlage dieser Körperschaften. Der Vorteil für die Kunden bei einem Betritt des Landkreises Sömmerda zur VerkehrsgemeinschaftMittelthüringen liegt allerdings darin, dass nur noch ein Ticket gelöst werden muss. Was sich bei Umsteigeverbindungen durchaus günstig auswirken wird. Da der Stress bei einem erneuten Fahrscheinverkauf für eine Teilverbindung wegfällt. Da wäre zum Beispiel die Belastung beim Kauf eines Fahrscheines an den heutzutage technisch komplexen Fahrscheinautomaten im Bereich der EVAG in Erfurt. Der oft nicht so ohne Weiteres von älteren Menschen oder aber Bürgerinnen und Bürgern mit kognitiv eher geringerem Bildungsstand bewerkstelligt werden kann.



Alles in allem ist dieses Thema für die Menschen im Landkreis ein

eher hoch komplexer Sachverhalt, der auch etwas unübersichtlich auf sie wirkt.

Deshalb macht es meiner Meinung nach Sinn, wenn sich alle Fraktionen und Wählervereinigungen des Sömmerdaer Kreistages für einen Bürgerentscheid zu Sache aussprechen würden. Wäre ein solches Referendum doch ein richtiger Schritt in Richtung mehr Direkter Demokratie. Und hin zu einem aktiveren Einbeziehen der Bürgerinnen und Bürger in aktuelle tagespolitische Entscheidungen auf Kreisebene. Zweckmäßigerweise würde sich als Datum für diese Volksbefragung der Wahltag für die hauptamtlichen BürgermeisterInnen und den Landrat im Frühjahr 2012 anbieten. Da Wahlhelferinnen und Wahlhelfer nicht noch an einem zweiten Tag zur Auszählung von Stimmen in die Wahllokale einbestellt werden müssen. Was Zeit, Geld und Nerven aller schont.
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1 Kommentar
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Jürgen Reinhardt aus Sömmerda | 07.04.2014 | 21:40  
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