Stolperfalle - Bahnhofstraße Kölleda

  Heute traf ich beim Einkauf in Kölleda zufällig Familie Klein, Frau Peschel, Frau Dittmar und Frau Felbier. Sie erzählten mir von dem desaströsen Zustand des Fußweges in ihrem Wohnbereich, der Bahnhofstraße 58 bis 70 in Kölleda.

Da ich zum Glück, meine Fotoausrüstung sowie mein Meßmaterial dabei hatte. Machten wir uns auf dem Weg zu einer Umfeldbegegnung vor Ort. Über welche ich an dieser Stelle kurz berichten möchte.

Vorgefunden habe ich an der besagten Stelle einen Fußweg welcher noch aus der Zeit des Baues der mittlerweile umfangreich sanierten Wohnblöcke aus den Jahren 1936 bis 38 stammt. Und der an einigen Stellen mehr oder weniger notdürftig und selbst für den Laien objektiv gesehen mangelhaft nachgeteert wurde. Der Fußweg im Gesamten ist einem starken Neigungsgefälle durch immer stärker wachsende Wurzeln der Bäume von der nebenstehenden Baumallee her ausgesetzt. Ganz davon mal abgesehen, verschieben sich die einzelnen Großverbundplatten des Gehweges an ihren Bruchstellen zueinander x-beliebig sowohl im Lot als auch gegen das Lot. Eine Straßenbeleuchtung ist in diesem Bereich gar nicht vorhanden. Die Unebenheiten, die sich im Laufe der Jahre ergeben haben. Verunsichern die mehrheitlich ältere Anwohnerschaft zusehendst bei der Erledigung ihrer alltäglichen Einkaufsbesorgungen etc. pp.

Da wäre zum Beispiel ein 3 cm tiefes und 23 cm breites Schlagloch vor dem Hauseingang Nr. 60 zu erwähnen. Wo eine mehr als nur erhöhte Sturzgefahr für Jedermann. Erst recht aber für ältere BürgerInnen oder RollstuhlfahrerInnen besteht. Frau Dittmar, welche als Gangunterstützung auf einen Rollator angewiesen ist. Erzählte mir zum Beispiel, dass sie sich ab dem Einsetzen der Dämmerung nicht mehr aus ihrer Wohnung traut. Da sie Angst hat, zu stürzen und sich dabei schwerste Verletzungen zuzuführen. Zu gerne würde sie trotz ihres Alters auch abends wieder das Haus verlassen können. Um zum Beispiel an Theaterfahrten und der Gleichen teilnehmen zu können. Denn ihr Arzt riet ihr trotz Rollator nach ihrer beidseitigen Hüftgelenksimplantation dazu, sich viel zu bewegen. Um ihren Körper darauf zu trainieren, sich an dass körperfremde Material zu gewöhnen. Auch nutzt sie mit ihrem Rollator am hellichten Tage lieber die angrenzende Bahnhofstraße trotz fließenden Verkehres, als sich über die Buckelpiste namens "Fußweg" zu bewegen. Auch wenn sie damit ihre und die Sicherheit der vorbeifahrenden AutofahrerInnen auf der Bahnhofstraße wesentlich gefährdet. Ebenso, macht es Frau Dittmar und den anderen BürgerInnen zunehmend Schwierigkeiten die Borden an den Fußwegen zu überwinden. Und dies sowohl bei der Abfahrt, als auch bei der Auffahrt auf dem Fußweg. Denn dieser ist weder nach aktuellen verkehrstechnischen und Sicherheitsstandards abgesenkt. Noch besteht eine gerade Anfahrtsmöglichkeit. Da sich zum Beispiel die Plattenstraße vom und zum angrenzenden Jahnplatz an den Seiten der Fahrbahn im Laufe der Jahrzehnte immer mehr gesenkt hat. Auch hier besteht eine erhöhte Sturzgefahr für alle Menschen, die hier passieren. Die Räder von Frau Dittmars Rollator bleiben zum Beispiel regelmäßig hängen.

Von Familie Klein konnte ich erfahren, dass sie bezüglich der Problematik des Artikels bereits 2 Anfragen an den Bürgermeister der Stadt Kölleda Udo Hoffmann gestellt hat. Von denen eine gänzlich unbeantwortet blieb. Und die Andere, nach dem Motto "Schau´n wir mal, nach dem Sommer. Ob Geld da ist, den Fußweg zu machen." zwischen Frühstück und Amtsleiterkonferenz von ihm mal eben schnell beantwortet wurde. Ohne jegliche nur halbwegs objektive Aussage zum Sachverhalt bekommen zu haben!

Gern sei an dieser Stelle der Bürgermeister Herr Hoffmann noch einmal an seine salbungsvollen Worte aus dem Bürgermeisterkandidatenforum in der Evangelischen Kirchgemeinde in Kölleda unmittelbar vor seiner Wahl im April 2012 erinnert. Das er Kinder sehr liebt.

Liebt er aber auch Menschen mit Behinderungen und ältere MitbürgerInnen? Und setzt er auch wirklich, seine ganze Amtsfülle und seine Kontakte dafür ein. Das sie gleichberechtigt in Würde und Solidarität ein praktisches Recht und eine Möglichkeit zur Teilhabe am Öffentlichen Leben haben? Das wird er in Zukunft wohl noch beweisen müssen.

Ein wesentlicher Indikator hierfür ist, dass er sich hoffentlich bald darum bemüht. Das die AnwohnerInnen dieses Straßenzuges einen Fußweg bekommen werden. Der den modernsten Ansprüchen Genüge tut. Und welcher ihnen wieder mehr, und mit einem Höchstmaß an Sicherheit nach modernsten Standards der Barrierefreiheit und Verkehrssicherheit und denen für die eigene Gesundheit und dass Leben. Die Möglichkeit gibt am gemeinschaftlichen und zwischenmenschlichen Leben in Kölleda teilhaben zu können.


Herr Hoffmann, HANDELN SIE JETZT UND ALSBALD!!!
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