Umsetzung des Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung vor Tiergefahren

Am 22.Juni 2011 hat der Thüringer Landtag das Gesetz zum Schutz der Bevölkerung vor Tiergefahren beschlossen, welches am 02.09.2011 in Kraft gesetzt wird.

Was bedeutet das für alle Hundehalter, da nicht nur die Halter von Listenhunden betroffen sind ?

Dieses Gesetz ist bezüglich der Rasselisten sehr umstritten, trotzdem sind Sie als Hundehalter in der Pflicht. Ab diesem Zeitpunkt gelten Staffordshire Bullterrier, Bullterrier, American Staffordshireterrier sowie Pitbullterrier und deren Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunderassen als gefährliche Hunde und müssen bei Ihrem zuständigem Ordnungsamt registrieren werden. Sie sind bei Streitfällen in der Pflicht, zu beweisen, dass der Hund an Ihrer Seite nicht vom Gesetz betroffen ist.
Innerhalb von 6 Monaten haben Sie bei den oben genannten Rassen oder deren Mischlingen für eine Unfruchtbarmachung zu sorgen und diese nachzuweisen, eine Haftpflichtversicherung abzuschließen, eine Zuverlässigkeit nachzuweisen und eine Erlaubnis zum Halten eines gefährlichen Hundes zu beantragen. In unseren Augen verstößt die Zwangskastration gegen das Tierschutzgesetz, nach Aussagen der Landesregierung kann dieses aber zurückgestellt werden, da das Schutzgut der persönlichen Unversehrtheit höher anzuordnen ist. Dieser Umstand ist nicht nachvollziehbar, da von den fast 480 Vorfällen mit Hunden nur 30 auf das Konto der benannten Rassen zurückzuführen ist. Wie werden die anderen rund 450 Opfer geschützt, ein wahrer Opferschutz kann hier nicht erkannt werden. In unseren Augen soll hier eine imaginäre Sicherheit vermittelt werden, die aber am Ende nicht wirklich schützt. Wie wird gegen die Verursacher der in der Rangliste des Vorfallberichts, vor den Listenhunden stehenden Rassen, vorgegangen ? Sind hier die 450 Opfer weniger wert als die 30 die durch die genannten Rassen verursacht wurden.
Durch das Anfang September 2011 geltende Gesetz sind alle Hundehalter betroffen, egal ob Sie Yorki, Kaukase oder Retriever Ihr Eigen nennen. Halter aller Hunde müssen innerhalb von 6 Monaten ihr Tier chippen und registrieren lassen sowie eine Haftpflichtversicherung zur Deckung von Personenschäden in Höhe von 500 000 € und 250 000 € für sonstige Schäden abschließen.
Wer dieses versäumt, handelt ordnungswidrig und kann mit einer Ordnungsstrafe bis 10 000 € belegt werden.
Im Sinne einer Erhöhung der Sicherheit muss es eine personenbezogene Vorgehensweise geben, die Ausrottung von den Listenhunden ist nur Scheinsicherheit, da auch bei der Einführung der Thüringer Gefahrenhunde Verordnung ein Umschwenken auf andere Rassen zu verzeichnen war. Es wird immer ein tierisches Restrisiko geben, wir als verantwortungsbewusste Hundeleute arbeiten täglich daran, dieses kalkulierbar zu gestalten, leider sind durch Versuche, den Hund zu vermenschlichen, die Grenzen sehr verwaschen und nicht für jeden erkennbar. Auch wenn -zig tausendmal versucht wurde, uns ein falsches Bild zu vermitteln, es handelt sich bei dem uns so lieb gewonnen vierbeinigen Zeitgenossen immer – ich muss es nochmals wiederholen- immer um ein Tier, welches nichts von Demokratie versteht und nur in Gut oder Böse trennt. Vielleicht - ist ihm fremd und kommt in seinem Verhaltensrepertoire nicht vor.
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7 Kommentare
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Jörg Stengler aus Sömmerda | 18.07.2011 | 07:36  
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Jörg Stengler aus Sömmerda | 18.07.2011 | 07:39  
Emanuel R. Beer aus Gotha | 18.07.2011 | 09:23  
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Jörg Stengler aus Sömmerda | 18.07.2011 | 17:38  
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Jörg Stengler aus Sömmerda | 18.07.2011 | 17:52  
Emanuel R. Beer aus Gotha | 05.09.2011 | 10:02  
Emanuel R. Beer aus Gotha | 05.09.2011 | 12:50  
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