Es gibt immer einen Weg: Die Erziehungsberatungsstelle hilft

Die Psychologen Maren Anding und Simon Naue
Zu Hause geht mit einem Male gar nichts mehr. Der Teenager, noch nicht ganz trocken hinter den Ohren, fühlt sich bereits mächtig erwachsen. Eigentlich weiß er ja schon alles, was im Leben wichtig ist. Wer braucht da schon Eltern? Die nerven doch sowieso nur mit ihren ewigen, spießigen Vorschriften und dem erhobenen Zeigefinger. Am besten, man ignoriert sie und zieht einfach sein Ding durch. Doch die lassen sich das nicht gefallen, es folgt wie immer ein furchtbarer Krach... Einen Sieger gibt es nicht. Eigentlich sind sie alle frustriert, eine Lösung scheinen sie wohl nie zu finden...

Maren Anding und Simon Naue nicken. Ja, wissen die beiden Psychologen, das könnte eine typische Situation sein, in der es durchaus gut tun würde, einmal eine andere Sichtweise zuzulassen, sich Unterstützung zu holen. Diese bietet seit acht Jahren die Erziehungsberatungsstelle des THEPRA-Landesverbandes. Für jeden, der hierher kommt, ist diese Beratung vertraulich und kostenfrei.

„Zu uns kommen meistens Eltern, aber auch Jugendliche und Kinder“, sagt Maren Anding und wünscht sich, dass noch mehr Menschen von dem Beratungsangebot erfahren. Niemand muss sich davor scheuen, Hilfe zu suchen. „Wer den Weg zu uns findet, ist zu nichts verpflichtet.“, versucht Simon Naue eventuelle Bedenken zu zerstreuen.

Es muss keine akute, brenzlige Situation bestehen, die den ersten Schritt zum Hilfe-Holen notwendig macht. Die Psychologen beantworten auch auf ganz allgemeine Fragen rund um das Thema Erziehung und Miteinander-Leben. Ebenso sind sie die richtigen Ansprechpartner, wenn es um das Verarbeiten von Trennung und Scheidung geht, auch bieten sie Paarberatung an. Manchmal hilft es schon weiter, wenn einfach einmal ein Außenstehender genauer hinsieht.


Oft sind es die schwierigen Entwicklungsphasen im Leben der Heranwachsenden, die Eltern und Kindern das Leben schwer machen. Manche Mutter ist mit der schlimmen Trotzphase ihres Sprösslings vollkommen überfordert, in anderen Familien eskaliert der Streit unter Geschwistern, mancher Heranwachsende schwänzt die Schule, übertreibt es mit der Aufmüpfigkeit und dem Ausprobieren von Drogen und Alkohol.
Auf unterschiedliche Herangehensweise tasten sich die Psychologen an die Probleme heran, erarbeiten mit der Familie, mit allen Beteiligten, ein Ziel und den Weg dahin. Der darf auch länger dauern, so lange man eben benötigt, um ihn zu gehen. „Wer Hilfe braucht, soll uns einfach anrufen oder herkommen!”, bringt es die Psychologin auf den Punkt. Und sie weiß: „Wir finden einen Weg!”

Kontakt:

• Die Erziehungsberatungsstelle in der Franz-Mehring-Straße 10 in Sömmerda wird vom THEPRA Landesverband Thüringen e.V. betrieben. In der Einrichtung sind drei Beratungsfachkräfte sowie eine Mitarbeiterin für Verwaltung und Erstkontakte tätig. Geöffnet ist montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr, dienstags und donnerstags zusätzlich von 14 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung. Offene, terminfreie Sprechstunde: dienstags 15 bis 17 Uhr.
• Kontakt: 03643/614488, E-Mail: eb-soemmerda@web.de. Sprechstunde in Kindelbrück: Jeden zweiten Mittwoch im Monat von 10.30 bis 12.30 Uhr im THEPRA-Mehrgenerationhaus. Sprechstunde in Kölleda: Jeden zweiten Donnerstag im Monat von 10 bis 12 Uhr im Pfarrhaus.
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