Riethnordhausen, Haßleben, Vehra und Werningshausen werden an die Kläranlage Straußfurt angeschlossen

(Foto: Lothar Dillenberger)
Straußfurt: Kläranlage | Die Kläranlage in Straußfurt wird erweitert.

Die Arbeiten an der Abwasserdruckleitung, Pumpwerken und Kontrollschächten von Riethnordhausen zur Kläranlage Straußfurt gehen jetzt in die Abschlussphase. In Haßleben wird noch das Pumpwerk errichtet und Zufahrtsstraßen stehen noch aus, zum Beispiel in Vehra vom Pumpwerk ins Dorf.

Zudem müssen Schächte nochmals ausgepumpt und die Abdeckungen an der Unstrut erhöht werden. Das Hochwasser zu Jahresbeginn hat die Notwendigkeit gezeigt, denn das Wasser hat die Abdeckung der Schächte, die unter der Unstrut hindurchführen, sozusagen überlaufen. Somit werden die Abdeckungen jetzt soweit erhöht, um zukünftigen Hochwasserspiegeln standzuhalten. Die Kontrollschächte sind insgesamt wasserdicht.

Zu jedem Pumpwerk gehören aufgesetzte Schaltschränke zur Stromversorgung und Steuerung der Pumpen. Die Querung der Unstrut und der Gramme erfolgten jeweils in geschlossener Bauweise und die Start- sowie Zielbaugruben wurden mit wasserdichtem Verbau hergestellt.

Das Projekt begann bereits vor einigen Jahren als die Betriebsgesellschaft Wasser und Abwasser mbH Sömmerda im Auftrag des Abwasserzweckverbandes Finne die Planung zur Erweiterung der Kläranlage Straußfurt in Auftrag gab. Bauzeit war von 2007 bis 2008. Zunächst entstand ein Betriebsgebäude, das zur Aufnahme aller Bedienelemente für den Betrieb der gesamten Anlage dient. Danach wurden zwei Schlammstapel-und Eindickbehälter zur Aufnahme der gesamten anfallenden Klärmasse aus den vier Ortschaften( Vehra, Werningshausen, Haßleben, Riethnordhausen) gebaut.

2010 entstand die neue Abwasserdruckleitung für alle vier Orte, die im September an die Kläranlage Straußfurt angeschlossen wurde. Danach konnte noch ein Belebungsbecken eingeweiht werden, welches die simultane Stickstoffelimination übernimmt. Ein wichtiger Schritt für die Nachklärung und zur umweltbewussten Behandlung der Abwässer. Zu diesem Zweck reihen sich noch zwei gebaute Trockenbeete ein, die der weiteren Eindickung der Klärmasse dienen.

Das mehr als zwei Millionen teure gesamte Bauvorhaben wird durch das Land Thüringen und aus EU-Mitteln finanziert. Einen Teil trägt der Bauherr, der Abwasserzweckverband Finne. Alle Baumaßnahmen haben das Ziel, die angeschlossenen Gemeinden umweltgerecht zu entsorgen und der Unstrut klares Wasser zuzuleiten. Nach der endgültigen Fertigstellung der restlichen Gewerke, wie Abwasserdruckleitungen, inklusive vier Pumpwerken (Vehra, Werningshausen, Haßleben, Riethnordhausen) und elf Kontrollschächten, wird es möglich sein, rund 6000 Einwohnerwerte umweltgerecht zu entsorgen.

Lothar Dillenberger
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