Wertvoller Schrott: Arbeitslose Handys für arbeitslose Menschen – Evangelische Kirche führt Sammelaktion durch

Pfarrerin Angela Fuhrmann begrüßt die Handy-Sammelaktion für den guten Zweck. Bei ihr in der Evangelischen Regionalgemeinde gibt es die Umschläge, in denen die Mobiltelefone verschickt werden. (Foto: Floeckner)
Die Deutschen sammeln Handys: Geschätzte 70 Millionen Geräte fristen ein nutzloses Dasein. "Das ist eine Menge wertvoller Elektronikschrott", findet Walter Jungbauer, Fundraiser der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Mit einer großen Sammelaktion, die seit Anfang November läuft, sollen die "Alten" aus ihrem Versteck geholt und dem Recycling zugeführt werden. Der Erlös fließt in regionale Projekte für Arbeitslose.

Auch die Evangelische Regionalgemeinde Sömmerda beteiligt sich an der Aktion "Arbeitslose Handys für arbeitslose Menschen". Bis zum 1. Mai können in Sömmerda noch Alt-Handys gespendet werden. "Die alten Mobiltelefone können in bereits vorfrankierten Umschlägen verschickt werden. Diese gehen dann dirket zu unserem Kooperationspartner, der Firma flip4- new. Diese Firma kümmert sich um die weitere Verwertung", sagt Pfarrerin Angela Fuhrmann. Jedes Gerät wird dort einem Funktionstest unterzogen. Deshalb sollten Akku und Ladegerät mit abgegeben werden. Fällt dieser Test positiv aus, wird geschaut, ob das Handy noch weiterverkauft werden kann. Ansonsten wird das Gerät recycelt. In den Handys sind so wertvolle Stoffe wie Gold, Silber, Kupfer, Palladium, Kobalt oder die teuren seltenen Erden, die erneut genutzt werden können. Je nach Zustand des funktionsfähigen Gerätes fließen so von 50 Cent bis zu einigen Hundert Euro in den Arbeitslosenfond.

"Ein konkretes Zwischenergebnis, ausgedrückt in Euro, liegt bisher noch nicht vor", erzählt Walter Jungbauer, der die gesamte Sammelaktion koordiniert. Es gibt mehrere Möglichkeiten, sein Altgerät für den guten Zweck zu spenden. In der Evangelischen Regionalgemeinde Sömmerda liegen die bereits frankierten Umschläge bereit - altes Handy plus Zubehör rein und ab zum Postkasten. Wer nicht vorbeikommen kann: Im Internet gibt es auch ein Etikett zum Ausdrucken für den kostenfreien Versand. Bei Walter Jungbauer können auch Sammelkartons angefordert werden, um sie an exponierten Stellen aufzustellen. Die Erlöse gehen eins zu eins in den Arbeitslosenfond der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands. Durch die Förderung von Personalkosten soll Langzeitarbeitslosen wieder eine Beschäftigung ermöglicht werden. Aus jedem Euro, der in diesen Fonds fließt, macht die Kirche zwei, bis zu einer jährlichen Maximalsumme von 40 000 Euro.

Sammelaktion:
Weitere Informationen zur Aktion: www.ekmd.de, Bestellung von frankierten Umschlägen oder Sammelkartons: E-Mail: fundraising@ ekmd.de, Versand-Etikett ausdrucken: www.arbeitslosenfond.de, In der Evang. Regionalgemeinde Sömmerda (Markt 5) liegen die Umschläge bereit.
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