Akrobaten am Stab

Jakob Funke gehört zum Stabhochsprungnachwuchs in Sömmerda. Als Zielmarke in diesem Jahr hat er sich selbst drei Meter gesetzt. Foto: Rosenkranz
Sömmerda: Sportpark |

Wolf-Dietrich Roehr fördert den Stabhochsprungnachwuchs / Leichtathleten richten erste Sömmerdaer Sprungserie aus

Sie brauchen die Schnelligkeit eines Sprinters, die Sprungkraft eines Weitspringers und die Beweglichkeit und Koordination eines Turners. Denn sie hängen nicht einfach an einem Stück Stock und springen über etwas drüber. Stabhochspringer meistern viel Höhe mit turnerischen Qualitäten“, beschreibt Wolf-Dietrich Roehr die Disziplin, die zum Mehrkampf gehört. Der Sömmerdaer Sportler und Trainer hat vor 40 Jahren mit dem Stabhochsprung begonnen und hält heute die Kreisbestmarke von 3,70 Meterin seiner Altersklasse.

„Stabhochsprung geht nicht einfach nebenbei“, sagt er. Und dass zum Training viel Kraft- und turnerisches Training dazugehören, wissen selbst die sieben Jungen und Mädchen, die Wolf-Dietrich Roehr seit eineinhalb Jahren trainiert. Da muss auch der Handstand sitzen. Schnelligkeit, optimiertes Gewicht für den Stab und Können sind die eine Seite, die Techniken zu beherrschen, die andere.

Dass er das kann, zeigt gerade der 13-jährige Jakob Funke. Bei der ersten Station der Stabhochsprungserie für Mitteldeutschland übertraf er seine bisherige Bestleistung von 2,40 Meter um 20 Zentimeter. Mit dieser Höhe löschte er den Kreisrekord in der Altersklasse aus – 2,50 Meter 1979 von Jens Wernick. Als Ziel für 2014 hat sich Jakob drei Meter gesetzt. „Ich weiß, dafür brauche ich viel Ehrgeiz und Durchhaltevermögen.“

Doch generell hat Thüringen zu wenig Springer und Springmöglichkeiten. „Deshalb haben sich Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt im Herbst 2013 zum Team Mitteldeutschland zusammengeschlossen“, erzählt Wolf-Dietrich Roehr. Jetzt können sich die Vereine die relativ teuren Stäbe gegenseitig ausleihen. Auch die Teilnehmerzahl bei Wettkämpfen erhöht sich. Der Spaß steigt. Ein Grund für die Stabhochsprungserie für Mitteldeutschland. Zweite Station ist Sömmerda am Freitag.

Das ist nur möglich, weil im Sportpark seit dem Umbau eine Stabhochsprunganlage steht, die für deutsche und internationale Wettkämpfe zugelassen ist. Dafür hat sich Wolf-Dietrich Roehr stark gemacht. „Jetzt muss sich zeigen, dass sich die Anschaffung gelohnt hat. Ich will hier mit den Kindern trainieren, Schüler motivieren, Springer und Teams binden.“ Die Sömmerdaer starten deshalb gleichzeitig ihre erste eigene Sprungserie. Am 23. Mai, 4.
Juli, 1. August und 12. September wird gesprungen.
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