Tanzsportverein Sömmerda: Luftsprünge!

Die Damen des Tanzsportvereins Sömmerda suchen nach einem ­Trainingsort. Fotos: Axel Heyder
Von Axel Heyder

Hilfebedürftig sehen die jungen Damen des Tanzsportvereins Sömmerda garantiert nicht aus. Dennoch benötigen sie dringend Unterstützung.


Mit einer einzigen Trainings­einheit in der Woche muss sich jede der Gruppen begnügen. Zehn davon gibt es, auf 164 Mitglieder ist der Verein in den vergangenen Jahren angewachsen. ­Besonders bei den ganz Kleinen könnten locker noch ein bis zwei neue Gruppen mit dem Tanzsport beginnen. Allein – es gibt keinen Platz.

Dringend benötigen die Tänzerinnen, die in Gruppenstärken bis zu 29 Mädchen trainieren, weitere Räumlichkeiten. Das Problem dabei ist: Es sollte in Sömmerda sein. Besonders die Kindergruppen kann man nicht erst mit dem Bus irgendwohin zum Training fahren. Ein weiteres Problem: Die Einnahmen aus den Auftritten werden bereits von den Kosten für die Kostüme aufgefressen. Räume anmieten können die sportbegeisterten Damen also auch nicht, weil nicht genügend Geld da ist. „Wir sind eben keine Fußballer“, klingt es ernüchternd aus ihrer Mitte.

Im Moment befinden sich die Frauen in der heißen Phase des Trainings. Alle ­faschingsbegeisterten Sömmerdaer können sich jetzt schon auf die Auftritte am zweiten Februarwochen­ende freuen. Mit bis zu fünf Nummern sind die Tänzerinnen am großen Show-Programm beteiligt. Allerdings musste Vereinsvorsitzende Bärbel Pieper die ersten Anfragen für Auftritte schon wieder absagen – eben auch, weil Trainingsräume fehlen. „Man muss sich mal vorstellen, dass es, wenn sich mal die Besetzung etwas ändert, sogar Stellproben auf der Straße gibt, weil wir sonst keine Möglichkeit haben“, zeigt sich Pieper ein wenig resigniert.

Die Hallenzeiten in Sömmerda sind restlos ausgebucht und Tänzerinnen brauchen nun einmal Platz für gute Choreographien. Dabei passiert schon alles in Eigenregie, Tänzerinnen aus dem eigenen Nachwuchs leiten das Training der ersten Gruppe. Heike Bohr und Anne Vogel erarbeiten zusätzlich die Choreographien, mit denen die Damen schon einige Preise abgeräumt haben.

Zumindest in einer Weise können alle Sömmerdaer, die den Fasching im Volkhaus besuchen, die Tänzerinnen unterstützen: Mit viel Applaus für die Leistung, die sie trotz begrenzter Traningsmöglichkeiten erbringen.
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