Friedensapell unter dem preußischen Adler

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Vereine und Bürger gedachten mit dem Bürgermeister zusammen am 23.10.2016 bei offiziellem Akt des 210. Jahrestages der Schlacht bei Auerstedt - Hassenhausen und Jena.


Das Wetter war schön in Auerstedt, die Redenwaren kurz und Aussagekräftig. Das Rahmenprogramm hätte nicht besser abgestimmt sein können, wenn die Auerstedter der verherrenden Schlacht von 1806 gedenken. Bevor der Ortschronist Werner Meister in der Uniform des Herzogs von Braunschweig seine Rede hielt, erklang Musik des Trompeters Philipp Christner, der für die guten Töne sorgte. Er begann mit der Marseillaise, einem akustischen Sinnbild für die siegreichen Franzosen über die Niederlage der Preußen.

Der Herzog von Braunschweig (Werner Meister) erinnerte an das Geschehen von vor 210 Jahren: Als die stark überlegene preußisch-sächsische Armee von ihren Hauptquartier und Generalstab Auerstedt nach Hassenhausen zog war die Schlacht im tiefsten Nebel nicht mehr zu verhintern, die am Ende tausende Tote auf beiden Seiten forderte und zur Niederlage der preußischen Armee führte. Der preußische Adler, so meinte Herr Meister, als er unter dem Denkmal mit dem Adler stand , ließ seine Flügel hängen. Und nachdem 1870 Frankreich im deutsch-französischen Krieg besiegt wurde, war der Grundstein gelegt für deutsche Glorifizierung und Hetzwellen gegen unsere französischen Nachbarn. Und erst nach zwei Weltkriegen begann endlich eine inzwischen 70.Jährige Friedensperiode in Europa.

Was die deutsch-französische Freundschaft unter den Traditionsvereinen im Kleinen bewirkt, zeigt sich nicht nur in der Zusammenarbeit der Militärhistorischen Vereine in Europa, sondern auch in Begegnungen mit Internationalen Armeeangehörigen und Touristen in den Museum in Auerstedt und Hassenhausen.

Gedenkworte wurden auch von Dirk Böhme, dem Bürgermeister von Auerstedt und den General der Infanterie in Tradition vom Magdeburger Jägerbataillon No.4, Olaf Graf von Neuendorf zu Nauendorf, und auch von den Vorsitzenden der Fürstenstraße der Wettiner Graf Heinz von Neuendorf zu Nauendorf gesprochen.

Grußbotschaften wurden von Erzherzog Sandor und Erzherzogin Herta Margarete von Habsburg- Lothringen sowie von Prinz Michael von Sachsen-Weimar-Eisenach ausgesprochen.

Es wurden auch Kränze von den anwesenden Vereinen niedergelegt.
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