Für sich und andere: Bürgerpreise verliehen

Bürgerpreisverleihung: vordere Reihe v.l.n.r. Sparkassendirektor Hans-Georg Dorst, Angelika Rittler, Anni Seidel, Erich Walther, Heidi Schneider, Peter Lang und hintere Reihe Mitglieder der „Rentnerbrigade“ Rastenberg.
„Freiwillig Engagierte sind für unsere Gesellschaft unverzichtbar", sagte der Sparkassendirektor Hans-Georg Dorst in seiner Eröffnungsrede bei der Verleihung des Bürgerpreises „für mich. für uns. für alle." Zum siebten Mal ehrte die Sparkassenstiftung Sömmerda das freiwillige Engagement von Bürgerinnen und Bürgern.

In der Kategorie „Alltagshelden" wurde der Bürgerpreis an drei Bürgerinnen und Bürger verliehen. Einen erhielt Angelika Rittler für Ihr Engagement im Kindertreff der Evangelisch- Freikirchlichen Gemeinde im Bürgerzentrum „Bertha von Suttner". Angelika Rittler organisiert vielfältige Angebote des Treffs und zeigt viel Einfühlungsvermögen in die persönliche Situation der einzelnen Kinder. Hervorzuheben ist die intensive Nachhilfebetreuung.

Ausgezeichnet wurde ferner die „Rentnerbrigade" aus Rastenberg mit Siegfried Huber, Heinz Kunzler, Manfred Strenger, Rainer Langheinrich, Herbert Vogt, Wolfgang Weber. Die Herrentruppe um Siegfried Huber packt in der Stadt an und kümmert sich um Brennpunkte. So setzten die sechs Männer zum Beispiel den 600 Meter langen Fußweg durch die schattige Röhrenfahrt wieder in Stand. Darüber hinaus wurden von ihnen auch 19 Bänke selbst gefertigt, die Kirchturmuhr wieder befestigt und die „Kleffer"-Quelle neu eingefasst.

Ein weiteren Preis ging an Peter Lang, Vorsitzender des Kleingartenvereins „Kleine Iga" e.V. Wundersleben. Er versteht es seit Jahren, seinen Verein aktiv in das Leben der Kommune einzubringen und dabei Jung und Alt zusammenzuführen. Beispielsweise wurde aus einer leerstehenden Parzelle ein „Kindergarten" und ein Patenschaftsvertrag mit dem örtlichen Kindergarten geschlossen. Ferner wurde durch sein Engagement die Tiefbrunnenanlage modernisiert und ein Lehr- und Demonstrationsgarten mit alten Obstsorten angelegt.

In der Kategorie „Lebenswerk" wurden in diesem Jahr drei Preisträger ausgezeichnet, die sich in herausragender Weise langjährig, stetig und intensiv für das Gemeinwohl engagiert haben. Ausgezeichnet wurde Erich Walther, der sein ganzes Leben und seine Freizeit dem Fußballsport in Kölleda widmete. Er war unter anderem als Nachwuchstrainer, Mannschaftsleiter, Betreuer, bis hin zum Zeugwart und Schiedsrichter im Kinder- und Jugendsport tätig. In den vergangenen 50 Jahren ging fast jeder Fußballer in Kölleda durch seine Schule. Unermüdlich stellte er neue Mannschaften zusammen und begeisterte Kinder und Jugendliche für den Fußballsport. Selbst im hohen Alter von über 80 Jahren vergeht kaum ein Wochenende, an dem er nicht auf dem Fußballplatz anzutreffen ist.

Ein weiterer Preis wurde an Anni Seidel vergeben, die ihr ganzes Leben ehrenamtlich für ihren Heimatdorf wirkte. So brachte sie gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen den verwahrlosten Spielplatz am „Deichdamm" wieder in Ordnung. Ihre besondere Hingabe gilt seit mehr als 50 Jahren der Dorfkirche. Ebenso liegt ihr der heimische Friedhof am Herzen, wo sie sich seit mehr als 50 Jahren um ungepflegte Gräber und die Friedhofsanlage kümmert. Zudem bringt sich Anni Seidel seit 2001 in den damals gegründeten Heimatverein Wenigensömmern aktiv ein, sammelt in Kirchenbüchern, Archiven und im Fundus des Heimatvereins Informationen zu ihrem Heimatort, um sie für die nächste Generation festzuhalten.

Ausgezeichnet wurde ferner Heidi Schneider aus Leubingen. Sie hat maßgeblichen Anteil am Aufbau der Heimatstube, die heute zu den ständig geöffneten musealen Sammlungen im Landkreis gehört. Hier treffen sich nicht nur die Einwohner, sondern auch Gäste, die über den Unstrut-Radwanderweg kommen oder den Leubinger Fürstenhügel ansteuern. Heidi Schneider ist Vorsitzende des Vereins Leubinger Heimatfreunde, der das Leben im Dorf mitgestaltet. Dazu gehören neben dem Fest zur Sommersonnenwende auch das Osterwasserholen und das Weihnachtsfest. In den letzten Jahren galt ihre ganze Leidenschaft dem Schutz des Kulturgutes Leubinger Hügel.
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