Köngl. preuss. Magdeburger Jägerbataillon No. 4

2011. Treffen auf dem Gutshof der Fam. v. Bismarck in Braunsroda.

Es lebe was auf Erden stolziert in grüner Tracht, die Wiesen und die Wälder die Jäger und die Jagd.



Wir hoffen auch dieses Jahr wieder Ihnen eine kleine Freude mit dem einen oder anderen Artikel machen zu dürfen.

Das Jahr 2013 ist wieder ein sehr geschichtsträchtiges Jahr, nicht nur das in Leipzig zwei Jubiläums gefeiert werden 200. Jahre Völkerschlacht und 100. Jahre Völkerschlachtdenkmal, nein auch in Stendal feiert das Magdeburger Husaren Regiment Nr. 10 Stendal e.V. ihr 200. Jubiläum von 9- 12. Mai. 2013, der Schützenverein Großneuhausen feiert sein 250jähriges Jubiläum von 19.-21.7.2013

Auch wir, dass Magdeburger Jägerbataillon No.4 i. Tr. e.V. Sömmerda feiert dieses Jahr ein 200jähriges Jubiläum der Freiwilligen Jäger.

Die Gründung des Magdeburger Jägerbataillon No.4 liegt laut Cabinets-Ordre zwar erst im Jahre 1815. Da in dieser Cabinets-Ordre Truppen- Verbände zur Sprache kommen, die nicht als bekannt vorauszusetzten sind, ist es gewiss von Interesse, bevor wir zur Formation des Bataillons übergehen, zunächst ein Auszug der Geschichte der einzelnen Bestandteile zu erwähnen:

Jäger-Kompagnie der russischen-deutschen Legion

Als am 5. März 1812, durch die Verhältnisse gezwungen, König Friedrich Wilhelm III. das Bündnis mit dem Kaiser Napoleon unterzeichnet hatte, trat eine große Anzahl Offiziere aus der preussischen Armee aus, um gegen Napoleon in Rußland und Spanien zu kämpfen. Der Kaiser von Rußland beabsichtigte, aus freiwilligen und in Rußland Gefangenen ein deutsches Korps zu errichten und die preussischen Offiziere, welche sich ihm zur Verfügung gestellt, zum Teil als die Führer der neu zu bildenden Truppen zu verwenden. Erst im August 1812 gelangte die erste Formationen, und wurde unter andereren eine Jäger-Kompagnie ins Leben gerufen.

Die meisten zur Bildung dieser Kompagnie dienenden Leute waren gelernte Jäger des Ostpreußischen Jäger-Bataillons, welche im Gefechte bei Dahlenkirchen zu Gefangenen gemacht worden waren. 1812 kam die Legion nicht zur kriegerischen Verwendung. 1813 folgte die Entlassung aller Russischen Unterthanen aus der Legion; auch stand es einem jeden Offizier frei, nach Belieben aus- und in seine heimatliche Armee überzutreten. ´

Sächsisches Jäger-Bataillon

Die durch die Feldzüge 1812 und 1813 dezimierte Sächsische Armee war bei Wiedereröffnung der Feindseligkeiten nach dem Waffenstillstand auf cira 14000 Mann gebracht, zudem ein schwaches Jäger-Bataillon gehörte. Durch die kleinen Kämpfe seit dem Waffenstillstande und noch mehr durch die anstrengenden Märsche und sonstigen Ermüdungen war die Sächsische Armee wiederum auf dem Stand von 8 ½ Tausend Mann mit 2 Tausend Pferden herabgesunken, (das Jägerbataillon zählte kaum 400 Mann) als es der Herzog von Sachsen-Weimar am 18. Dezember 1813 zur Bildung des 3. Deutschen Armee- Corps übernahm und ihm vorläufig sein Bataillon Füsiliere (740 Mann) zufügte.

Sächsisches Banner

Nach der Eroberung des Königreiches durch die verbündeten Heere (Schlacht bei Leipzig 1813) ward von dem durch Se. Majestät der Kaiser Alexander der zum General-Gonverneur ernannten Fürsten Repnin die „Errichtung des Banners der freiwilligen Sachsen“ und die Bildung der Sächsischen Landwehr befohlen. So wusste auch hier jener große Souverain des Ostens den Drang und das Nationalgefühl dieses urdeutschen Volksstammes in die richtigen Banner zu bringen, von denen der einige Fürsten durch die Macht der Verhältnisse dazu gedrängt, es so lange entfernt gehalten hatte.
Das Banner war bestimmt, eine aus allen Truppengattungen bestehende Schaar zu bilden, die zugleich als Pflegeschule für die Landwehr dienen sollte.
Den 24. Juli rückte das Banner in Dresden ein und wurden Alle, die aus ihm auszutreten wünschten, bei feierlichem Gottesdienste entlassen. Somit waren die Freiwilligen um die Ehre gebracht, an dem großen Werke der allgemeinen Befreiung tätigen Anteil zu nehmen. Der kleinere nicht in das Zivilverhältnis zurück getretene Teil des Banners blieb bei Dresden zusammengeschlossen und erschien 1815, als die neuausgebrochenen Feindseligkeiten ihr Ende fast erreicht hatten und die Teilung Sachsens definitiv beschlossen war. Der an Preußen fallende Teil Infanterie traf (92 Mann stark) in den ersten Tagen des Augustes zu dem zu formierenden Jägerbataillon in Balcourt ein.

Formierung des 2. Jäger-Bataillon

„ Durch Allerhöchste Cabinets-Ordre vom 21. Juni 1815 haben Sr. Majestät der König zu befehlen geruht: Die Mannschaften des Sächsischen Jäger Bataillons und die des Banners der freiwilligen Sachsen vereinigen sich mit der Jäger-Compagnie der ehemaligen Deutschen Legion zu einem „Jägerbataillon“, wobei das Kriegsministerium hinzufügt, dass von allen diesen Leuten ein Bataillon nach dem Etat der Jäger auf 802 Mann zusammengesetzt werden soll, weshalb der General v. Oppen auf-gefordert ist, die in der Cabinets-Ordre zunächst angeführten Mannschaften der Sachsen nach Cöln abrücken zu lassen.

Magdeburger Jägerbataillon
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