Nicht Tulpen aus Amsterdam, aber Sänger aus Holland

  Als vor einem halben Jahr eine Email aus Holland kam mit der Bitte, einen gemeinsamen Chorauftritt zu organisieren, wusste unsere Vorsitzende noch nicht so recht, wie sie mit diesem Anliegen umgehen sollte.
Der Christliche Männerchor aus Hollandscheveld , dessen Chorleiter Frank Kaman vor einigen Jahren an der Musikhochschule in Weimar studiert hatte, wollte anlässlich seines 30-jährigen Bestehens in einer mehrtägigen Reise unser Thüringen besuchen und dabei auch das tun, was ein Chor am liebsten macht: Singen !
Der Verantwortliche für diese Reise, ein gewisser Bert Ellerie, zeigte sich in den nachfolgenden Wochen und Monaten sehr engagiert und es entstand ein eifriger Austausch von Informationen telefonisch oder online. Sein gebrochenes Deutsch war auf der einen Seite lustig, aber auch anstrengend (sie habe großen Respekt vor dieser Leistung und wünschte sich, so holländisch sprechen zu können) , sorgte aber auch immer wieder für kleine Irritationen, umgekehrt war es möglicherweise auch so !
Auf jeden Fall begann unsere Vorsitzende Kontakte zu Kirchen und Touristinformationen in den unterschiedlichsten Orten aufzunehmen, war ja damit gleichzeitig verbunden, den gewünschten touristischen Aspekt der Reise zu beachten.
Als sie dann endlich Kontakt zum Kloster Dondorf hatte, der Termin war klar, auch schon die Richtung Bad Kösen mit Saale-Flussschifffahrt im Blick hatte, kam wieder vom Bert Ellerie eine neue Mitteilung mit Veränderung des Programms. Weißensee war auch im Plan, scheiterte aber an der zu kleinen Kirche, denn die Herren aus Holland reisten ja mit 70 Mannen plus Anhang an !!!!!
Dann bot sich Kölleda an und alles war perfekt, da dieser Auftritt sehr gut in den Veranstaltungsplan der Stadt zum diesjährigen Wippertusfest passte und die reiselustigen Holländer sich bereits seit dem Vormittag in Erfurt ausgetobt hatten, die Domstufen belebten und die EGA besuchten ( sie waren der Meinung, ihre Tulpen wären noch schöner ).
Na ja, pünktlich kamen sie dann in Kölleda an, der Parkplatz für die Busse war gesichert und übrigens auch unsere “Chortaxen” hatten noch im Zentrum Platz gefunden . Problematisch war allerdings die Unterbringung im Gemeindehaus zum Umkleiden, aber die Herren erwiesen sich als pflegeleicht und so war auch diese Hürde genommen.
Die Kölledaer Wippertikirche bot einen würdigen Rahmen für unser Unternehmen und nach einer kurzen Absprache unserer beiden Dirigenten ging es an`s Einsingen und Stand-Probieren.
Das Programm begann dann in der sehr gut besuchten Kirche mit dem Auftritt der Gäste und noch nie haben wir so viele Männerstimmen auf einmal live erlebt, es war eine wundervoll harmonisch klingende “ Schallmauer”, mit einfühlsamen und sehr gut ausgewählten Titeln.
Aber auch unser Gemischter Chor stand der Leistung der vielen Männer in nichts nach, im Gegenteil, besser konnten wir als reelles Kontrastprogramm gar nicht zur Geltung kommen. Viele der Besucher, die uns hinterher angesprochen hatten, bestätigten das Gelingen des Gemeinschaftskonzerts dieser beiden doch so unterschiedlichen Chöre.
Leider hatten sich unsere Gäste nicht viel Zeit für Kölleda genommen und so kamen nur am Rande und ganz kurz einige Gespräche unter Sangesfreunden zustande.
Aber herzlich waren die Worte und die Einladung nach Holland sicher auch ernst gemeint, ob wir so etwas noch einmal stemmen können ?
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