Socca 2011 - Ein Reisebericht aus dem Vereinsleben

  Die Vereinsfahrt an die Soca zu Pfingsten hat im KCS schon Tradition. Diese Tradition zu pflegen galt es auch in diesem Jahr. So machten sich 25 Vereinsmitglieder mit Mann und Maus, Frau und Kind auf den langen Weg nach Slowenien, um den „Smaragd Sloweniens“, gelegen in den Julischen Alpen und benannt wegen seines türkisfarbenen Wassers, gemeinsam zu er- und befahren. Der Jüngste war knappe 3 Jahre alt, die Älteste 74 Jahre jung. Unser Ausgangspunkt hier war der Zeltplatz „Liza“ in Bovec, einem kleinen auf die Outdoorscene eingestellten Ort in Slovenien.
Nach gewissen Anfängerschwierigkeiten, wie vergessenen Schlafsäcken, fehlenden Zeltstangen und penetrant heftigen Regenfällen begann der Aufenthalt für ein paar von uns nach mehr als 9 Stunden Fahrt mit dem Buchen eines Ausweichquartiers. In diesen sollten auch Kleinkinder, die ihre Regenkombinationen bereits nach den ersten 2 Stunden durchgeweicht hatten, trockenen Fußes schlafen können. Der Rest der Hardliner verblieb auf dem Zeltplatz und wartete auf die Ankunft der sich noch auf großer Fahrt befindlichen Vereinsmitglieder.
Die Soca bietet für Könner wie auch für Anfänger der Wildwasserszene genügend Raum, sich auszutoben, aber auch Treckern, Radlern, Kletterern und Wanderern. So fand sich hier bekannte Größen der Paddlerszene ein, so auch Olaf Obsommer, der im vergangenen Jahr beim KCS einen unvergesslichen und vor allem empfehlenswerten Bildervortrag über seine Wildwassertouren rund um die Welt hielt.
Aufgrund unterschiedlicher Fertigkeiten der Teilnehmer wurden die Touren so geplant, dass nicht nur die Könner ihrem Ego Zucker geben konnten, sondern auch die Anfänger dem eigenen Level entsprechend den Fahrspaß mit vielen Lehrstunden verbinden konnten. Die Tage vergingen daher wie im Flug und im Rhythmus des Wassers, dessen Stand mit dem ausbleibenden Regen und der stärker werdenden Sonne langsam wieder Normalstand erreichte.
Für die langjährigen Wildwasserfahrer, gab es Wildwasser mit gehobenem Schwierigkeitsgrad, was die notwendigen Rettungsausrüstungen nicht trocken werden ließ. Gefahr bestand jedoch für keinen der Fahrer aufgrund der guten Vorbereitung, der Umsicht und der gemeinsamen Durchführung, bei der kein Fahrer allein gelassen wurde. Abends sanken alle glücklich und manchmal ein wenig zerschrammt erst in die Campingsessel zur abendlichen Auswertung bei einem guten Bier und dann in die Schlafsäcke zur Erholung für den nächsten Tag.
Um auch den Nichtfahrern und Kindern gerecht zu werden, wurden Wandertouren durchgeführt und zudem am Pfingstsamstag eine gemeinsame Wanderung zur Quelle der Soca gemacht, die uns nicht nur am Wasser entlang, sondern in die Felsen und an die Kletterseile führte, so dass die letzten Meter bis zur Quelle nur von geübten Kletterern überwunden werden konnten.
Für die Paddelanfänger wurde am Samstag Nachmittag noch eine Paddeltour geplant und durchgeführt, die 15 Kilometer lang und als Wanderfahrt gedacht war. Wohl aufgrund der Nachwehen der erheblichen Regenfälle war jedoch ein Teil der Strecke mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad versehen, was den Schwimmunterricht förderte und einen Wurfsackverlust mit sich brachte.
Schlussendlich ging eine wunderbare Fahrt mit kleinen Schrammen zu Ende die gezeigt hat, dass mit einem Minimum an Kompromissbereitschaft jeder seinen Spaß haben kann, gemeinsam verbrachte Freizeit unseren Verein stärkt und nach Wiederholung ruft. Jedenfalls werden wir einander noch lange von dieser Fahrt erzählen.
Interessenten können sich gern über unseren für alle am Paddelsport Interessierten offenen Verein und unsere Kontaktmöglichkeiten auf der Website www.kc-soemmerda.de informieren.
In diesem Sinne allzeit eine Hand breit Wasser unter dem Kiel.
Matthias Finger
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