Neue Ausstellung in Rathaus

Sozialdemokraten in Thüringen. Die Familie Schoenlank

Die neue Sonderausstellung im Rathaus-Foyer erinnert im Jahr des 150. Gründungsjubiläums der ältesten demokratischen Partei Deutschlands, der SPD, an eine Sondershäuser Familie, deren Mitglieder eine wichtige Rolle im öffentlichen Leben der Stadt spielten und als Politiker und Publizisten weit darüber hinaus Bedeutung erlangten. Moritz Schoenlank (1830-1920) wirkte bis 1910 als jüdischer Kantor und Religionslehrer in Sondershausen; sein Sohn Bruno Schoenlank sen. (1859-1901) wendete sich vom Judentum ab und der Sozialdemokratie zu, in einer Zeit, als diese nach Erlass der Sozialistengesetze besonderen staatlichen Repressalien unterworfen war. Er saß als sozialdemokratischer Abgeordneter im Reichstag und wurde als Redakteur des „Vorwärts“ und der „Leipziger Volkszeitung“ zum „Reformer der sozialdemokratischen Presse“. Auch dessen Sohn, Bruno Schönlank jun. (1891-1965), arbeitete für mehrere sozialdemokratische Zeitungen und hinterließ ein reiches Werk als Dramatiker und Lyriker.
Die Ausstellung, eine Leihgabe der Friedrich-Ebert-Stiftung, wird am Dienstag, dem 3. September , um 16 Uhr, im Sondershäuser Rathaus eröffnet. Um 18 Uhr stellt der Autor Dr. Carsten Liesenberg dort sein neues Buch „Familie Schoenlank. Juden, Bürger und Sozialdemokraten aus Thüringen“ vor. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
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