"Black Dust"

Wann? 03.03.2012 bis 15.04.2012

Wo? Schlossmuseum, Schloss, 99706 Sondershausen DE
Martin Feistauer
Sondershausen: Schlossmuseum | Ursprung kontra Veränderung – acht Künstlerinterpretationen in einer Ausstellung

"Black Dust" ist nicht der schwarze Staub, der Altes bedeckt, sondern der schwarze Staub, der sich den Menschen als Kosmos darstellt: Kosmos als Mittler zwischen dem Ursprung und der Veränderung.


Acht verschiedene Sichtweisen auf jenes Unergründliche, nicht eindeutig Begrenzte, zeigt die aktuelle Kunstausstellung "Black Dust" im Sondershäuser Schlossmuseum. Denn sie vereint acht Absolventen der Kunsthochschule Halle-Burg Giebichenstein in einer Schau. In ihrer sehr unterschiedlichen Interpretation des Kosmos, des "Black Dust", verschmelzen die Künstler, die zwischen 2004 und 2001 bei ihrem "Künstlervater" Professor Ulrich Reimkasten diplomiert haben, quasi zu einer Familie.

Man erkennt die künstlerische Verwandtschaft an der seltenen Schnittstelle von textiler Kunst, Malerei und Architektur. Und doch lebt jeder der Acht seine Sicht auf das Unergründliche, das Magische, Kräftige und Geheimnisvolle auf seine Weise aus:

Robert Perendi entwickelt sein eigenes Code- Alphabet, verschmilzt die fluoreszierenden Buchstaben zu Objekten, die erst unter UV-Licht sichtbar werden.

"Plakatabrisse" haben es Nina Hohberger angetan. Sie bringt die Fetzen durch Verwebung in einem Bild in eine textile Ordnung und gibt ihnen Statik und damit eine neue, andere Bedeutsamkeit.

In ihrer Serie "Downtown" bannt Juliane Sieber Wahrzeichen der globalen Machtund Finanzzentren mit Acryl und Tusche auf Hartfaser und stellt ihnen reduzierte Stadtfragmente gegenüber: "Down is the town".

Sieben im Internet ersteigerte Füchse platzierte Anna Gawronski im nahen Wald und fotografierte sie. Mit dem Bild "Fox 7D" entstand ein Spiel mit der Illusion.

Die Bilder von Martin Feistauer "7 SAAB" zeigen nicht die Gegenstände der Welt, sondern sie enthalten die Welt. Anlehnung sucht und findet er bei Henri Matisse.

Als "Traumhaus" (be-) zeichnet Andreas Köppe eigentlich seine Vorstellung von einem Albtraumhaus aus der düsteren Märchenwelt.

Mit ihren Träumen, Ängsten und Gespenstern bringt Tine Günther Verstörendes, Grausames und Brutales auf die Leinwand: die Wahrheit, die nicht gefällt: wie in "N.Y. Century".

Organisch-technologische Artefakte sind die eigentliche Kunst von Katharina Stark. Sie verwebt Klingeldraht, Kabel und Saitlinge zu Teppichen und Beschichtungen, vermischt Strukturen, Natürliches und Künstliches zu etwas völlig Neuem, in dem sie die künftige Definition des Lebens sieht; in einer wachsenden Medialität der Wirklichkeit.

HINWEIS Die Ausstellung "Black Dust" ist im Schlossmuseum Sondershausen bis zum 15. April zu sehen. Geöffnet hat sie dienstags bis sonntags 10 bis 17 Uhr.
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