Ein Tag mit der Marktmeisterin

Sondershausen: Wochenmarkt | Der Allgemeine Anzeiger begleitete Heidrun Schinköth-Heise auf dem Sondershäuser Wochenmarkt

Freitag, 6.37 Uhr, Markplatz. Seit gut 30 Minuten wirbeln Obst- / Gemüsehändler, Fischfrau und Backwarenverkäuferin. Sie sind die ersten auf dem Wochenmarkt. Das Thermometer zeigt auch an warmen Frühlingstagen jetzt nur wenige Grad über Null. Die Finger sind klamm.

Da kommt Marktmeisterin Heidrun Schinköth-Heise aus ihrem Büro. Sie ist nicht nur optisch durch ihre bewusst Ton-in-Ton gewählte Kleidung ein Farbtupfer auf dem Markt, sondern belebt ihn durch ihre Quirligkeit. "Bei Frau Heise herrscht Zucht und Ordnung", lobt Händlerin Dorothea Meier. Ihr und vielen Mitstreitern gefallen das offene Ohr, die Kompetenz und die Leidenschaft der Marktmeisterin für ihren Job. Nun kommen alle: Gardinen-, Taschen-, Textilhändler, Fleischer, Eierfrau, Bäcker und Pflanzenhändler. Der hat es heute besonders eilig, denn ihm war die Zufahrt versperrt gewesen.

Punkt 8 Uhr beginnt der Verkauf! Heidrun Schinköth- Heise startet ihren Rundgang, schaut, ob alle Stände ihre Namens- und Preisschilder angebracht haben, ob die Händler in der Fußgängerzone die offenen Wagenklappen mit roten Fähnchen markiert haben, Feuerwehrzufahrt und Passierbarkeit für Blinde und Rollstuhlfahrer gewährt ist. "Unser Markt soll Niveau haben, ein Anziehungspunkt für Kunden und Besucher sein", fordert sie von sich und den Händlern. Dazu gehört auch, dass keine Schüttware angeboten wird und die Ware einladend präsentiert wird.

Gegen 8.15 Uhr betritt sie ihr Büro zum zweiten Mal, nachdem sie kurz nach Sechs schon An- und Abmeldungen sowie die Wetterprognose geprüft hatte. "Nur einmal musste ich einen Markt wegen Sturmes absagen. Er ist der größte Feind der Händler", erklärt sie. Doch nun ist erstmal Frühstück! Sie isst mit bei den Kollegen im Ordnungsamt. Der Kontakt ist ihr sehr wichtig. Danach folgen Absprachen mit dem Chef und die Kontrolle des Postfaches.

Um 9.30 Uhr geht es wieder hinaus. Bei Wind und Wetter! Kontrolle zu Ordnung und Sicherheit, Gespräche mit den Händlern, Klärung von Befindlichkeiten. Anschließend Bürokram: Anträge, Schriftverkehr, E-Mails und, und, und.
Dritte Kontrollrunde gegen 11 Uhr: Alles läuft bestens, die Sonne ist da und zaubert fröhliches Lächeln in die Gesichter von Kunden und Händlern. Jetzt sind die Handschuhe beiseite gelegt, der Blumenhändler kommt ins Schwitzen. "Kann man jetzt schon Stiefmütterchen rauspflanzen", will Viola Jarek wissen. Nach dem "Klar" greift sie zu. Am Fischwagen drängen sich die Kunden. "Ich komme jede Woche. Man kann sogar bestellen", strahlt Corinna Wille.

Da kommt die Marktmeisterin, verteilt Plakate. Alle sollen wissen, dass am 25. März Ostermarkt ist. Fast alle Händler werden kommen. Heute bleiben sie bis 14 Uhr, erst dann dürfen sie abbauen. Das wache Auge darüber hat die Markt-Chefin! Denn: Ordnung muss sein!

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