Den Nacht-Alarm vermisse ich nicht

Antje Hochwind ist seit 1. Juli Landrätin des Kyffhäuserkreises. Ihre Vision ist ein wirtschaftlich starker Kyffhäuserkreis. Hiefür setzt sie auf die Industriegroßfläche bei Artern.
Sondershausen: Landratsamt | 10 Fragen an Antje Hochwind, seit 1. Juli 2012 Landrätin des Kyffhäuserkreises

Mit 52,7 Prozent entschieden 21678 Wähler am 5. Mai die Stichwahl um den Landratsposten für Antje Hochwind (SPD). Seit fünf Wochen ist sie als Landrätin nun offiziell im Amt. Wir befragten die 41-jährige Landkreis-Chefin zu menschlich und auch dienstlich bewegenden Dingen:

1. Frau Hochwind, erstmals hat der Kyffhäuserkreis eine Frau an seiner Spitze. Wie überraschend kam der Wahlsieg für Sie?

Am Wahlabend waren wir alle glücklich und überrascht, weil der Abstand doch relativ groß war. Jeder hatte vorher gesagt: "Den Landrat kann man nicht einholen." Es war schwer, gegen einen so erfahrenen und wirklich sympathischen Menschen wie Peter Hengstermann anzutreten. Doch die letzten Tage vor der Wahl nahmen wir eine positve Stimmung wahr. Meine erfahrenen Unterstützer wie Carsten Schneider (MdB) sagten: "Da ist was möglich!" Wir ließen in unseren Anstrengungen nicht nach, wollten unbedingt gewinnen. Nach Bekanntwerden der Zahlen war es eine Mischung aus Überwältigung, Freude, Glück und Erleichterung. Wir hatten es geschafft!

2. Worin sehen Sie die Stärken von Frauenpower?
Die Männer entscheiden rationeller, Frauen bringen Vieles auf die menschliche Schiene, lassen auch ein bisschen Gefühl mit zu.

3. Worauf freuen Sie sich als Landrätin am meisten?
Auf die vielen Herausforderungen und die Chance, Einfluss zu nehmen, etwas Positives für den Landkreis mitzugestalten, Entscheidungen zu fällen und etwas zu bewegen.

4. Was werden Sie aus Feuerkuppe-Zeiten vermissen?
Ich war sieben Jahre dort Geschäftsführerin und hatte ein sehr gutes, engagiertes Team, das weiß, worauf es ankommt. Es machte allen Spaß, das merkte man täglich. Der Abschied war nicht leicht, da flossen auch Tränen.

5. Was vermissen Sie nicht?
Nächtliches Wecken durch den Wachdienst, wenn Alarm ausgelöst wird.

6. Was darf in Ihrem Büro keinesfalls fehlen?
Fotos von meiner Familie und Glücksbringer sowie ein Abschiedsfoto von meinem ehemaligen Team. Und der dicke Haushaltsplan. Den habe ich gleich zum Arbeiten mitgebracht.

7. Welche Aufgabe steht für Sie an erster Stelle?
Die Finanzen, aber auch das Kennenlernen der einzelnen Ämter und der Mitarbeiter sowie der aktuellen Problemlagen.

8. Was wünschen Sie sich von Ihren Mitarbeitern?
Engagierte, kundenfreundliche und loyale Mitarbeiter, die hochmotiviert ihr Fachwissen im Alltagsgeschäft sowie auch zur Problemlösung einsetzen.

9. Wo sehen Sie den Kyffhäuserkreis in 5 Jahren?
Mein Ziel ist es, die Arbeitslosigkeit zu reduzieren, den Tourismus auszubauen und eine attraktive Region zu gestalten. Nach dem erfolgten Lückenschluss der A71 ist die Vermarktung der Industriegroßfläche bei Artern Schwerpunktaufgabe.


10. Was ist Ihr Glück im Alltag?
Meine Familie, speziell meine Kinder Alica Sophie (9) und der kleine Arthur Simon (3). Es sind Glücksmomente, wenn ich sehe, dass der Kleine wieder etwas dazulernt, und wenn wir gemeinsam Zeit verbringen. Dann nimmt man Veränderungen und viele schöne Dinge wahr. Das macht mich glücklich!
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