Glauben Sie an Horoskope?

Seit 1. Juli regiert Antje Hochwind den Kyffhäuserkreis. Die Bürger empfingen ihre neue Landrätin mit offenen Armen.
Sondershausen: Landratsamt | Antje Hochwind empfing 2012 als neue Landrätin viele Sympathien der Bürger – sie schaut zurück und voraus

„Glücksplanet Jupiter bietet Ihnen 2013 glückliche Umstände. Nutzen Sie Ihre Chancen intuitiv und gehen Sie Dinge nicht zu verkopft an. Dann könnte es ein wahres Glücksjahr für Sie werden“ – mit dieser Voraussage für 2013 (BUNTE) ließe es sich für alle „Zwillinge“ gut leben. Doch Antje Hochwind, seit 1. Juli Landrätin der Kyffhäuserkreises, glaubt nicht an die astrologische Vorausschau. Sie setzt auf Bodenständigkeit, wie sie in einem persönlichen Interview mit Redakteurin Heidrun Fischer verriet.

Frau Hochwind, wie zufrieden sind Sie mit Ihren ersten sechs Amtsmonaten?
Sehr! Sie waren anstrengend, brachten viele Veränderungen und Neuerungen, das Kennenlernen neuer Personen und Aufgaben und vor allem engagierter Mitarbeiter mit sich. Es war eine schöne Zeit.

Welche Vorsätze gibt es für 2013 – dienstlich und privat?
Vieles für die Menschen im Landkreis umsetzen und vor allem den Haushalt beschlussfähig machen. Das ist die dienstliche Herausforderung. Privat möchte ich eigentlich mehr Sport treiben. Doch das wird sich wegen Zeitmangels nur durch Spaziergänge mit der Familie und Freunden umsetzen lassen.

Glauben Sie an Horoskope?
(Lacht) – Nein! Ich lese sie eher mal aus Spaß.

Ihre Wünsche für 2013?
Gesundheit für die Familie. Und dienstlich: dass wir das Problem der Schulsicherheit lösen können. Bei einer Überprüfung unserer Schulen wurde ein großes Defizit deutlich. Nicht überall werden die Vorgaben des ersten und zweiten Rettungsweges eingehalten. Kostenschätzungen belaufen sich auf etwa 11 Millionen Euro, die nötig sind, um die Auflagen des Brandschutzes überall hundertprozentig zu erfüllen.

Was ist Ihre Stärke?
Ich bin ehrlich, engagiert und mitfühlend. „Und sehr, sehr fleißig“, wirft Pressereferent Dr. Ulrich Thiele ein.

Eine Schwäche?
Ungeduld. Ich möchte zu Vieles auf einmal und möglichst schnell. Das wird aber auch zum Motor für mich als unruhigen Geist.

Was möchten Sie beibehalten, was ändern?
Beibehalten möchte ich die transparente Politik, die offene und ehrliche Arbeit für die Bürger. Veränderungen haben die letzten sechs Monate geprägt. Die Abteilungsleiter-Ebene im Amt gibt es nicht mehr. Jeder Fachbereichsleiter leitet nun gleichzeitig auch mehrere Ämter. Mittelfristig bringt das erhebliche Einsparungen, weil Stellen so kompensiert werden können. Wir wollen Bewährtes erhalten, aber auch neue Wege beschreiten.

Was beeindruckte Sie 2012 am meisten?
Die vielen bewegenden Momente, vor allem in der Öffentlichkeit, und der Zuspruch der Bürger und meiner Mitarbeiter im Amt. Oft hörte ich „Weiter so“. Überrascht war ich auch von dem Verständnis vieler Menschen für unsere finanzielle Situation. Das alles hat mich sehr berührt.
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