Jetzt Abriss, 2012 Neubau

Die Vorbereitungen zum Abriss am Planplatz, Karn-/Weizenstraße laufen auf Hochtouren. Die Fernwärmeleitung wurde bereits umverlegt, um Baufreiheit für den Abbruch zu bekommen, andererseits aber auch, um umliegende Wohngebäude, die Stadtbibliothek und Stadtwerke weiter unkompliziert mit Fernwärme und Warmwasser versorgen zu können. Fotos: Herting (Foto: Fotos: Herting)
  Sondershausen: Wohnhäuser Planplatz | Bauzäune und intensive Vorarbeiten am Wippertor künden vom bevorstehenden Abriss vierer Wohnhäuser. Nach Entkernung der Plattenbauten Planplatz 10, 11 - 14 und 15 sowie Weizenstraße 17 - 23 kommt der Bagger.

Abgerissen werden insgesamt 110 Wohneinheiten, die einst rund 6000 Quadratmeter Fläche für DDR-gemäßes Wohnen boten. Das, was einst als Neubauwohnung mit Fernheizung und fließend Warmwasser höchster Standard und begehrtes Wohnobjekt war, wird nun dem Abrissbagger nur noch wenig Widerstand bieten.
„Durch den hohen Leerstand und in Vorbereitung eines neuen Bauens, das den heutigen Anforderungen an das Wohnen entspricht, reißen wir zunächst die leergezogenen Häuser ab. Mit Blick auf die domografische Entwicklung, die auch für Sondershausen einen Großteil der Bewohner höheren Alters voraussagt, planen wir auf dem Grundstück Planplatz 11 - 14 ein modernes Mehrfamilienhaus“, erläuterte WG-Vorstand Wolfgang Menzel das weitere Vorgehen am Standort.

Entstehen soll ein Neubau mit 21 Wohneinheiten. „Alle Wohnungen werden barrierefrei und über einen Aufzug zu erreichen sein“, umreißt Wolfgang Menzel den Charakter des neuen Bauens. Die Planung stehe bereits, noch im November wolle man Gespräche zur Finanzierung führen. Zum Ende des 1. Quartals 2012 soll der Abriss abgeschlossen sein, vorausgesetzt der Winter schlägt keine Kapriolen. „Dann hoffen wir, zeitnah mit dem Bauen beginnen zu können“, so der Glückauf“-Vorstand.

Ein Teil des Areals, auf dem die Wohnblocks abgerissen werden, soll an die Wohnungsbaugesellschaft „Wippertal“ verkauft werden. Der Verkauf trage einerseits zur Altschuldenentlastung bei, gebe anderseits der „Wippertal“ Baufläche für ein eigenes neues Vorhaben.

Das erläuterte Geschäftsführer Eckhard Wehmeier: „Vor gut einem Jahr fragte die Volkssolidarität an, ob wir uns am Bau eines Alten-/Pflegeheimes beteiligen würden. Problem war ein innerstädtischer Standort. Über einen solchen verfügen wir jedoch momentan nicht. Durch die gute Zusammenarbeit mit der WG „Glückauf“ vereinbarten wir einen Grundstückserwerb am Standort Wippertor I. Nach Abriss der Wohnhäuser Weizenstraße 17 - 23 wird dort das neue ‚Pflegeheim der 4. Generation‘ entstehen,“ kündigt der Wippertal-Geschäftsführer an.

Hinter dem Konzept verbirgt sich eine Struktur, die sich aus Wohngruppen mit maximal 15 Personen zusammensetzt. Jede der vier Gruppen – maximal 60 Plätze sind vorgesehen – wird über ihren eigenen Lebensbereich verfügen. Dazu gehören auch separate Küchen, in denen die Bewohner ihre alten Gewohnheiten beibehalten können und auch sollen. „So entsteht ein kleiner überschaubarer Kosmos, der vor allem auch demenzkranken Bewohnern ein sicheres Umfeld gibt“, veranschaulicht Eckard Wehmeier das Konzept. Natürlich wird das Haus auch einen Bezug zum Quartier haben. So wird ein Garten entstehen und ein Stadtteil-Info-Büro. Und zum neuen Bürgerzentrum mit Caféteria in der Cruciskirche ist es ein Katzensprung.
4,4 Millionen Euro will die „Wippertal“ investieren.
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