3 Tage nach Olympia?

Wann? 15.08.2012 17:00 Uhr

Wo? Sportzentrum Göldner, Am Sportzentrum, 99706 Sondershausen DE
Meetingdirektor Klaus-Dieter Mosebach zeigt auf das Sportstadion am Göldner, das mit seinen zwei Anlagen auf zwei Ebenen so wohl einmalig sein dürfte. Doch bis zum Sparkassen-Meeting der Leichtathletik am 15. August gibt es hier noch viel zu tun.
 
Christian Meux fährt den entfernten Bitumenbelag um den Diskusring ab. An dessen Stelle kam neues Pflaster.
Sondershausen: Sportzentrum Göldner | 16. Sparkassen-Leichtathletik Meeting ist beschlossene Sache: 8 Fragen, 8 Antworten

SONDERSHAUSEN. Der Göldner hat schon etwas ganz Besonderes. Einmalig dürfte die Sportstätte mit zwei Arenen auf zwei Ebenen sein, noch faszinierender die Tatsache, dass es die Sondershäuser sind, die jedes Jahr als Erste die frischgebackenen Europa- oder Weltmeister begrüßen oder Olympiasieger und -medaillengewinner hautnah erleben dürfen. 2011 schwebte das Damoklesschwert über dem sportlichen Großereignis. Doch schnell waren sich Verantwortliche und Unterstützer darüber einig, dass man diese „Hausnummer“ nicht einfach vergeben dürfe. Meetingdirektor Klaus-Dieter Mosebach stand Rede und Antwort.


Herr Mosebach, ist das Meeting gerettet?
Wir können vorerst aufatmen, denn sieben Sponsoren stehen zu ihrer Zusage, das Meeting am 15.8.2012 zu unterstützen.

Reicht das?
Nein. Drei Fünftel des Etats sind damit etwa abgedeckt. Mit 40 Anschreiben an weitere Förderer läuft unsere Akquise auf Hochtouren. Es wäre schön, wenn die Adressaten bald antworten würden. Am liebsten natürlich mit Zusagen!

Was steht nun an?
Dringende Reparaturarbeiten an den Sportanlagen.

Die da wären?
Instandsetzung der Diskus- und Stabhochsprunganlage sowie der Einlaufrinnen, die den Kunstrasen von den Laufbahnen abgrenzen.

Wie groß sind die Schäden?
Der Diskusring ist in Ordnung. Völlig desolat war sein sogenannter Käfig. Hier wurde der alte Bitumenbelag um den Ring entfernt und durch neues Pflaster ersetzt. Auch die Hülsen für den Käfig wurden teilweise erneuert. Das ist gerade passiert.
Problematischer sind Stabhochsprunganlage und Tartanbahn. Die veraltete Anlage fürs Springen muss in ihrer Anordnung analog der gemieteten 4 x 5 Meter-Matte, die wir leihweise vom Steigerwald-Stadtion in Erfurt bekommen, erneuert werden. Derzeit sind wir mit den Stadionbauern im Gespräch über die günstigste Lösung. Aufwand und Nutzen müssen in einem guten Verhältnis stehen, denn Stabhochsprung passiert bisher nur zum Meeting, ist aber sehr attraktiv und damit ein großer Publikumsmagnet.
Unser zweites „Sorgenkind“ sind die die teilweise stark beschädigten Einlaufrinnen zwischen Kunstrasen und Tartanbahn im Leichtathletikstadion. Durch Unachtsamkeit zerstörten Schneeräumfahrzeuge vor zwei Jahren die Abdeckungen der Rinnen, wodurch die Rasenkanten herunterbrachen und Teile des gummierten Rasenunterbaus mitrissen. Folge sind ein verhinderter Wasserabfluss, das Fortschreiten der Zerstörung und natürlich die enorme Unfallgefahr.

Haben Sie Unterstützer?
Ja. Kürzlich hatte ich mit Thomas Rießland von der Stadtverwaltung ein Gespräch. Gemeinsam erörterten wir die dringendsten Dinge und langfristige Arbeiten. Wir waren uns schnell einig, sofort einen Fördermittelantrag für 2013 und Folgejahre zu stellen. Bis zum Meeting wird die Stadt die genannten Reparaturen ausführen. Finanziert werden sie aus den Einsparungen des letzten Jahres, als das Meeting ausfiel, und aus dem aktuellen Haushalt.

Was wären denn weitere Wünsche?
Die Erneuerung des Tartanbelages. Das ist nach 10 Jahren nötig. Unser Belag ist schon 16 Jahre alt. Ja, und wenn wir noch zwei Wünsche frei hätten, wäre es ein neues Gerätehaus, das ortsnah an der Anlage liegt - bis jetzt ist es 200 Meter entfernt am Eingang – und eine Überdachung für die kleine Tribüne im Leichtathletikstadion.

Wie steht es um die sportliche Seite?
2012 sind die Athleten gut in Form. Ich denke an David Storl, Björn Otto, Malte Mohr, Silke Spiegelburg oder Bettina Strutz. Bis zu Olympia dürften alle noch einmal Gas geben und drei Tage nach London hier bei uns am 15. August noch in Rekordform sein. Unser Organisatoren-Team mit Michael Huke und Joachim Krebs steht in den Startlöchern. Das Meeting kann kommen …!
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