Ausflug in den Kletterpark auf dem Possen in Sondershausen

Hier geht alles los, der Aufgang zu den drei Routen.
 
Aber vorher die ganze Sicherheitstechnik anlegen. Alles wird gewissenhaft kontrolliert, was, wie es sich später herausstellt auch wichtig ist.
Sondershausen: Freizeitpark Possen | Es sind Sommerferien und wir Kartkinder und Betreuer wollten mal etwas anderes unternehmen außer zum Kart-Slalom-Training zu gehen. Da kam uns die Neueröffnung des Kletterwaldes auf dem Possen in Sondershausen gerade recht. Schnell war ein Termin gefunden, unsere Gruppe angemeldet und es mussten noch ein paar Tage bis dahin vergehen.
Am vergangenen Mittwoch war es dann soweit. Bei strahlendem Sonnenschein, angenehmen Temperaturen und mit guter Laune trafen wir uns vor der Kasse des Kletterwaldes. Zuerst mussten die Kletterwilligen mit der dafür erforderlichen Schutzausrüstung versehen werden. Die Gurte wurden fachmännisch angelegt, alles festgezogen und der Schutzhelm aufgesetzt. Alles wurde nochmal vom Personal überprüft, was sich später noch als sehr wichtig erweisen sollte. Und dann ging es auch schon los. Angefangen haben alle an einem dem Boden noch nahen "Schnupperelement". Hier wurde erklärt, wie die Sicherheitsleine mit Führung richtig in das Sicherheitsseil eingehakt wird und ein kurzes Hindernis sollte zum nächsten Podest überquert werden. Da stellte sich schon heraus, dass es eine wacklige Angelegenheit wird.
Aber dann ging es richtig los. Wir gingen zum Aufstieg am Turm zu den drei Ebenen. Wer vorher noch nicht hier war begann natürlich auf der unteren Ebene, die laut Prospekt für Kinder ab 6 Jahren ist und 7 Hindernisse hat. Los ging es mit zwei Röhren, die seitlich schaukelten und einen ersten Eindruck auf die kommenden schwankenden Elemente brachte. Weiter ging es über Balken, Pilzköpfe, schräg angeordnete Balken, die im Slalom von einem zum nächsten kleinen Podest umlaufen werden mussten, ständig in der Führungsleine verankert, aus der es zwischendurch kein Heraus gibt, die aber auch immer die Richtung und Sicherheit vorgibt. Immer zu beachten, dass sich nur eine Person auf dem Hindernis und max. 2 Personen auf einem Zwischenpodest befinden dürfen. Dann war es schon wieder erreicht, das letzte Podest auf der unteren Ebene. Nun mussten alle nur den Mut finden, die Abfahrt am Seil zu machen. Dazu sollte man sich am besten auf das letzte Podest setzten und sich dann langsam in die eigenen Sicherheitsgurte gleiten lassen und sich darauf verlassen, dass diese auch halten. Die Abfahrt an sich macht dann wieder richtig Spaß. Die Überwindung dazu ist, so glaube ich jedenfalls, nur am Anfang schlimmer. Wieder festen Boden unter den Füßen gibt es nun erstmalig die Gelegenheit sich aus dem Führungsseil auszuhaken und die nächste Ebene in Angriff zu nehmen. Schnell mal was trinken und weiter ging es.
Die mittlere Ebene gestaltet sich schon schwieriger, hat 15 Hindernisse und ist für Kinder ab 8 Jahre bezwingbar. Sollt ich als Betreuerin also schaffen. Erstes Hindernis waren die hängenden Seile, die oben und unten im Abstand zueinander fixiert waren. Weiter über eine senkrechte Netzwand, ein waagerechtes Netz, wippende und schwebende Balken, Holzsprossen, die wie auf einer Leiter aufgefädelt waren mit Halteseilen, mal kurz, mal lang, immer neu kombiniert. Skateboard fahren auf Seilen, eine Aufreihung von einzelnen Schaukeln, immer was Anderes und in zunehmenden Maße beweglicher untereinander. Nach den 15 Hindernissen das letzte Podest erreicht, führt auch von der mittleren Ebene nur die Seilfahrt zum festen Boden zurück, also auf die Gurte verlassen, beim ersten mal hat es ja auch gehalten - und Abfahrt!
Von der oberen Ebene kann ich nur noch als Zuschauer berichten, da mein Kletterbedarf für das erste Mal gedeckt war. Also alles zurück zum Turm und über die Leiter in die obere Ebene, die für Kinder ab 10 Jahre ist und ebenfalls 15 Hindernisse hat. Da ich zwei Ebenen selbst durchklettert habe, kann ich mir vorstellen, wie schwierig es ganz oben ist. Da führt ein einzelnes Seil, auf dem man laufen soll zum rettenden Podest, für die Hände hängen kleine Trieangeln herunter oder in einem weiteren ähnlichen Abschnitt bilden zwei Seile einen Handlauf. In einem weiteren Hindernis bilden die Trieangel den Standplatz für die Füße. Da scheint der Gang über die Reifen danach fast einfach. Etwas später passierte, was nicht passieren sollte. Ein Mitglied unserer Gruppe verlor auf dem Roller ganz oben das Gleichgewicht und stürzte seitlich ab. Das die Brille dabei den direkten Weg nach unten nahm, war nicht weiter schlimm. Sie ist dabei nicht kaputt gegangen. Nun verhakte sich aber unglücklicherweise der Karabinerhaken im Seil des Rollers. Hieraus war allein in dieser Höhe kein Entkommen und Hilfe wurde angefordert. Wenig später war die erste Retterin mit der Brille vor Ort, sicherte unseren in den Seilen hängenden Kletterer mehrfach, bekam den Haken aber auch nicht frei. Ein zweiter Kollege kam von der anderen Seite noch hinzu und wenige Minuten später war unser Gruppenmitglied aus der misslichen Lage befreit. Unter Beifall aller Zuschauer dieser Rettungsaktion musste unser Kletterer die letzten Hindernisse überwinden und dann zur Seilfahrt von ganz oben ansetzen. Alle waren froh, ihn wieder heil und unbeschadet dank bester Sicherheitsausrüstung auf festen Boden zu haben.
Wer nach diesen drei Ebenen noch nicht genug hatte, konnte zum BIG SWING gehen. Dort gelangt man über eine Leiter in die Halterung einer großen Schaukel. Über Spannseile wird man auf 9 Meter Höhe gezogen, dann wird gezählt, 3 - 2 - 1 und los gehts. Freier Fall und ausgiebiges Schaukelvergnügen. Eine weitere Möglichkeit besteht noch für die Freunde der Seilfahrten. Mit einem anderen Sicherheitshaken kann man noch die 100 Meter lange Rope Abfahrt nutzen und über die Köpfe der Zuschauer gleiten.
Wir alle hatten einen wunderschönen, aufregenden und lustigen Nachmittag. Jeder für sich wird noch viel davon zu erzählen haben, die Kinder in der Schule als spannendes Erlebnis und wir Erwachsene sind begeistert, dass wir die Strecken für 8 - 10 jährige Kinder bewältigt haben. In einem Punkt sind wir uns einig. Wir kommen ganz bestimmt bald wieder und können diesen Kletterpark weiterempfehlen.
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4 Kommentare
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Hannelore Grünler aus Artern | 29.08.2012 | 07:12  
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Karin Jordanland aus Artern | 29.08.2012 | 18:32  
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Manfred Hartmann aus Nordhausen | 29.08.2012 | 21:21  
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Renate Jung aus Erfurt | 03.09.2012 | 10:43  
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