Steht die Fusion beider deutscher Anglerverbände vor dem Aus???

Kelbra- Es ist eine miese Stimmung unter den Anglern zu beobachten. Einigen geht es mit der Fusion zu langsam, anderen nicht schnell genug und viele sind der Meinung wir brauchen den ganze "Zirkus" gar nicht . In vielen Bereichen, so mein Eindruck, redet man aber aneinander vorbei, soweit man überhaupt miteinander redet.

Betrachtet man die Beschlussvorlage des DAV zu seiner Hauptversammlung
Quelle:www.muldenfischer.de) und den offenen Brief des Präsidiums des VDSF stimmt das einen nicht erwartungsvoll.

Zugegeben es gibt Vorurteile, Ängste und falsche Vorstellungen von dem Danach, aber tragen nicht hier die Bundes- und Landesverbände ein stückweit die Verantwortung. Nun kann man das Ergebnis verfehlter Informationspolitik erkennen.

Sehr oft haben wir Angler darauf aufmerksam gemacht, dass es wichtig ist die Mitglieder in diesem einschneidenden Prozess mitzunehmen. Es wurde und wird in vielen Fällen ignoriert.

Nehmen wir den Landesanglerverband Sachsen - Anhalt e. V., es gibt bis heute 01.03.2011 um 07:00 Uhr auf seiner Homepage keine offiziellen Information zu den Ergebnissen der außerordentlichen Mitgliederversammlung vom 21.01.2012.

Da war man bei der Meldung Präsident Peter Weineck tritt zurück wesentlich schneller.

Es gibt keine Informationen darüber, was im Anschluss der Mitgliederversammlung für das Präsidium des DAV zu Papier gebracht wurde. Ist das nach dem offenen Brief des VDSF überhaupt geschehen?

Es ist die Frage offen, ist eine Fusion noch gewollt?

Zur Klarstellung, ich als eingefleischter DAV`ler habe naturgemäß in einigen Fragen was die Angelei betrifft andere Vorstellungen als meine Freunde aus dem VDSF. Dennoch stellt sich die Frage, sind wir denn nicht in der Lage einfach mal zu sagen welche Vorteile der VDSF gegenüber dem DAV bietet und umgekehrt.

In der Schule haben wir immer eine Positiv / Negativ Liste zusammengestellt und uns dann für eine Sache entschieden, wenn das Positive überwog. Dafür reicht zur Not wie bei einer vernünftigen Steuerreform ein Bierdeckel.
Ich befürchte, dass typisch deutsch mal wieder alles zerredet wird, weil man alles mit einer heißen Nadel stricken will.

Seit langem sind handwerkliche Fehler in den Entwürfen von Satzung und Verschmelzungsvertrag bekannt, es gibt aber nach meinem Kenntnisstand keine überarbeitete Versionen.

Die Fusion ist richtig und notwendig darüber sind wir uns einig, Satzung und Fusionsvertrag müssen jedoch den Willen der Angler und nicht der Präsidien widerspiegeln.

Vorschläge wurden zur Genüge unterbreitet, was aber mich und viele anderen Angler am meisten nervt ist die Tatsache, dass es neben den Satzungs- und Vertragsthemen keine greifbaren Aussagen gibt welche angelpolitischen Ziele verfolgt werden sollen.

Die Mitglieder eines Vereins interessiert der technokratische Teil einer Fusion relativ wenig, vielmehr stell sich die Frage: "Was wird neu, was ändert sich für den einzelnen Angler".

Aussagen wie: "Es ändert sich erstmal nichts" oder ähnlich sind da nicht hilfreich, stellt man sich doch dann folgerichtig die Frage: "Warum soll ich dann fusionieren?"

Nach dem Beschlussvorlage DAV und offenen Brief des VDSF werden die Mitglieder meines Vereins wieder auf mich zukommen und fragen; "Was wird denn nun jetzt" und ich werde wieder mal keine Antwort haben.

Petri Heil

Uwe Bernert
Vorsitzender
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