Defizite in der Informationsgestaltung des Landesanglerverbandes Sachsen – Anhalt durch Präsident des DAV bestätigt.

Zur Mitgliederversammlung des Landesanglerverbandes Sachsen- Anhalt (LAV) am 12.11.2011 kritisierte der Vorsitzende des Kreisanglervereins Sangerhausen Gerhard Jarosz das Präsidium unter anderem wegen der aus seiner Sicht mangelnden Informationspolitik.

Nicht nur böse Blicke waren der Lohn seiner Worte. Mehr noch, er wurde als Verleumder, Beleidiger, Hetzer und ähnlichem beschimpft, bis hin zu Aufforderungen an die Mitgliedsvereine des KAV ihm die Gefolgschaft zu verweigern, ja selbst ihn aus dem DAV auszuschließen.

Unerwartet kommt da Unterstützung aus Berlin. In der Zeitschrift „Der Angelfischer“ des VDSF Landesverbands Berlin-Brandenburg e.V Ausgabe 04 / 2011 (Seite 4) berichtet der Präsident des Verbandes Herr Eckart Keller über die VDSF - Jahreshauptversammlung in Bad Kreuznach und zitiert den als Gast anwesenden Präsidenten des Deutschen Angler Verbandes (DAV) Günter Markstein mit den Worten: "Offensichtlich gäbe es im LAV Sachsen Anhalt Lücken im Informationsfluss nach unten".

Sollten die Worte des DAV Präsidenten nun angezweifelt werden? Müssten jetzt nicht diejenigen, die den KAV Vorsitzenden von Sangerhausen als Querulanten titulierten nicht dieselben Forderungen für Günter Markstein aufstellen?

Das Verhalten einiger Funktionäre der Mitgliedsvereine des LAV wirft da kein gutes Bild auf unseren Verband und lässt tiefe Gräben erkennen. Die Welt nur mit einer rosaroten Brille sehen zu wollen ist verkehrt, die Macht und die Schnelligkeit der elektronischen Medien sollte und darf nicht unterschätzt (ist jedoch auch mir schon passiert) werden. In einem Zeitalter in dem 60 % der deutschen Bevölkerung das Internet insbesondere auch als Informationsquelle nutzen ist ein Umdenken gefragt. Hier mal einige Zahlen:
(Quelle:http://www.suedstadtportal.de/kennzahlen_internet_...)
69% der Deutschen hatten Mitte 2007 Zugang zum Internet, 60% nutzten ihn mehr oder weniger intensiv, 6 Prozent planten die Internetnutzung in den nächsten 12 Monaten. (Quelle: TNS Infratest)

Altersgruppen
In der Altersgruppe von 16 bis 24 Jahren liegt der Internet-Nutzungsgrad über 94%.
In der Altersgruppe von 16 bis 74 Jahren liegt der Internet-Nutzungsgrad der Männer bei 73%, der Frauen bei 65% .
Immerhin 24% aller Deutschen zwischen 65 und 74 Jahren sind Online. (Quelle: Eurostat)

Die größte Zuwachsrate gab es 2006 bei der Altersgruppe zwischen 50 und 59 Jahren und zwar mit 3,5%-Punkten auf 60%. (Quelle: ARD/ZDF Online-Studie)
Nutzung von Online-Inhalten in Deutschland
85,8% nutzen E-Mail,
85,1% recherchieren in Suchmaschinen oder Web-Katalogen,
über 50% kaufen online ein oder wickeln Bankgeschäfte ab.
Von den jungen Internet-Nutzern in Deutschland besuchen 40% Blogs und Communities, 49% spielen Online.
(Quelle: Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung e. V.)

Wie rasant die Entwicklung fortschreitet zeigen die Zahlen des Statistischen Bundesamtes.
"In Deutschland nimmt die Zahl der privaten Haushalte mit Internetzugang weiterhin zu. Sie ist von 27 Millionen Haushalten im Jahr 2008 auf 29 Millionen im Jahr 2009 gestiegen. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse der Erhebungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in privaten Haushalten. Im Jahr 2009 verfügten 73% der privaten Haushalte über einen Internetanschluss. Im Vorjahr war der Anteil mit 69% noch um vier Prozentpunkte geringer gewesen."
(Quelle: Statistisches Bundsamt http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/d...)

Eine Entwicklung die im Sinne der Mitglieder des LAV nicht verpasst werden darf. Gerade hier wird von den Verantwortlichen beginnend im Verein immer mehr eine schnelle und zügige Information zu wichtigen Dingen abverlangt. Es geht nicht darum Jedes und Alles über das Internet zu veröffentlichen, dennoch sind aus meiner Sicht in solch entscheidenden Fragen wie die bevorstehende Fusion mehr und schnellere Informationen gefragt. Hier können Standpunkte, Vorschläge, Anfragen schnell und unkompliziert verbreitet werden. Gerade in der Frage der Fusion beider Verbände und in Hinblick auf den engen Zeitrahmen sollte sich das elektronische Zeitalter auch in Sachsen Anhalt Bahn brechen.
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