"Ernas" schönste Seiten - Impressionen von der Turmwindmühle in Immenrode

Wann? 13.06.2011 10:00 Uhr

Wo? Windmühle, Großfurraer Weg, 99707 Sondershausen DE
Gigantischer Mechanismus: Königswelle (links) mit dem hölzernen Kammrad, das die Kraft von der Flügelwelle auf die Mahlgänge in der darunterliegenden Etage überträgt. Nägel oder Schrauben aus Metall gibt es nicht. Alles wurde mit Holz verbunden.
Sondershausen: Windmühle | IMMENRODE/KYFFHÄUSERKREIS.

In strahlend weißes Leinen werden Hannelore Kutscha, Horst Karlstedt und ihre Mitstreiter vom Mühlen- und Heimatverein Immenrode am Pfingstmontag schlüpfen, um als Müller ehrenhalber in der Turmwindmühle Immenrode gemeinsam mit dem Thüringer „Mühlenpapst“ Alfred Kirsten den Deutschen Mühlentag für Thüringen zu eröffnen.

UND:
Zur Feier des Tages werden sich bei ausreichend Wind die gerade installierten neuen Mühlenflügel erstmals drehen und einen Schlussstrich unter den 24-jährigen Kampf um den Erhalt des Turmholländers, wie man die Mühle nach ihrer Bauart nennt, setzen. Denn eigentlich war der Exitus der lädierten Turmwindmühle aus dem Jahr 1859 nach dem Einfall ihres Mauerwerkes 1986/87 schon besiegelt.

Doch einige „Mühlenverrückte“ wollten es nicht zulassen, dass das außergewöhnliche Kleinod, das im Erdgeschoss als Seltenheit eine Wohnung beherbergt, für immer ausradiert wird.

Sie sicherten den Bau, sortierten Steine, richteten die Außenmauer, deckten das Dach notdürftig, reparierten und verwahrten das Inventar, knüpften Kontakt zur Bauhaus-Uni Weimar und zum Denkmalschutz. Parallel immer wieder die Jagd nach Geld.

Große Freude dann 1995, als das Land die Mühle zum technischen Denkmal erklärte und Geld für eine Königswelle anwies. Aus einem Fichtenstamm fertigte Teichmüller Konrad Schmidt das 6,40 Meter lange Herzstück der Kraftübertragung. Geld, Aktionen und Spenden ließen die Turmwindmühle in den Folgejahren weiter an Substanz gewinnen: Rollen und Zahnkranz (2005), dann Kammrad und Flügelwelle und schließlich 2007 die neue drehbare Turmhaube. Krönung der Wiedergeburt waren am 13. Mai‘11 die Übergabe des neu installierten Flügelkreuzes und die Taufe auf den Namen „Erna“. Den trug die letzte Müllerin.

„Je nach Geld und Glück möchten wir bis 2012 einen Mahlgang in Gang setzen und damit Korn zu Mehl vermahlen“, nennt Hannelore Kutscha die Vision des rastlosen Vereins und seiner Helfer. Sie laden am Pfingstmontag ab 10 Uhr zum bunten Fest an und in die Mühle nach Immenrode ein.

Für Besichtigungen wird die Mühle immer wieder gern geöffnet.
Da sie vom Verein ehrenamtlich betreut wird, gibt es keine regelmäßigen Öffnungszeiten. Sie werden individuell vereinbart.

Anmeldungen für eine Führung sind möglich bei:
Reiner Wilke, Telefon 036330/60 211,
Hannelore Kutscha, Telefon 03632/54 32 21,
Joachim Rotzoll, Telefon 03632/75 81 18
oder bei der Tourismus-Information Sondershausen, 03632/78 81 11.
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2 Kommentare
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Wolfgang Dittrich Vorsitzender Kreisverband Kyffhäuserkreis der Gartenfreunde e. V: aus Sondershausen | 07.06.2011 | 14:05  
2.507
Heidrun Fischer aus Nordhausen | 07.06.2011 | 16:57  
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