Selbsthilfegruppe nach Krebs e.V. , ..." erlebte Kompetenz " ... 2 Worte mit Tiefgang

  Sondershausen: Pfarrstrasse |

Cornelia Ketelsen, … Diagnose Krebs veränderte mein Leben und schenkte mir einen Neuanfang


Es war 1990 und ich eine junge berufstätige Frau von 26 Jahren, die Welt -meine Welt- war in Ordnung, sagt Cornelia Ketelsen. Bis zu jenem Tag. Es war eine Routineuntersuchung, jedoch die Diagnose war zerstörend - Brustkrebs.
Eine Wellenbewegung aus wenigen Hochs und vielen Tiefs folgte.
Cornelia Ketelsen fand Hilfe im Frauenselbsthilfeverein nach Krebs e.V. , Landesverband Thüringen.
Dieser Verein gab ihr Kraft, mit der Situation umzugehen, ihr Leben dennoch als Geschenk zu sehen und klärte auch Angehörige über diese Form von Krebs auf.
Sie begann, im Zeitraffer von 2 Jahren zu denken. Mit 35, sagt sie, hab sie sich gewünscht das Alter von 53 Jahren zu erreichen. Ich hätte mich dann 2 mal überlebt.
Nach einem Schritt der Genesung engagierte sie sich mehr und mehr und übernahm 1993 die Gruppenleitung in Sondershausen.
Dieser Verein hat so viel für mich getan, dass ich vieles über mein Ehrenamt innerhalb des Vereins wieder zurückgeben kann, sagt Cornelia Ketelsen .
Zur Zeit werden ca. 110 Krebspatienten sowie Angehörige von ihr und ihren ehrenamtlichen Kollegen betreut.
Keineswegs handelt es sich nur um Brustkrebs oder nur um Frauen.
Erkrankte jeglicher Krebsarten, Männer und auch Kinder haben wir hier in Betreuung. „ Auffangen, Informieren, Begleiten „ das ist das Motto, und das tun wir, betont C. Ketelsen .
Wir begleiten zu Behörden, Einrichtungen, betreuen telefonisch oder sind eine Stütze auf dem Weg in eines der Tumorzentren unserer Region.
Eine sehr gute Partnerschaft besteht mit dem Tumorzentrum Nordhausen.
Das Einzugsgebiet des Vereins ist sehr groß. Der gesamte Kyffhäuserkreis und auch darüber hinaus wird angefahren.
Durch die eigene Betroffenheit und die – erlebte Kompetenz – können wir sehr weit in die Seele der Erkrankten blicken und verstehen ihre Ängste und Sorgen. Auch den Angehörigen wollen wir ein Hilfe sein, denn die stehen meist allein da, während den Erkrankten in den verschiedenen Zentren geholfen wird, erzählt Cornelia Ketelsen und blickt nachdenklich
Leider erkranken einige Patienten so schwer, dass man sie leider nur noch auf ihrem letzten Weg begleiten kann.
Für ihr überragendes soziales ehrenamtliches Engagement wurde ihr im Jahr 2000 – die Thüringer Rose – , in Anlehnung an die Heilige Elisabeth, in Eisenach verliehen.
Heute lebt Cornelia Ketelsen 24 Jahre mit der Erkrankung, davon gute 14 Jahre ohne größere Komplikationen.
Natürlich zeigen sich aufgrund der jahrelangen Tabletteneinnahme, kleinere Spätfolgen erst jetzt.
Ein Ausgleich für die stark soziale und emotionale Arbeit ist für sie die Kreativität, das Trommeln, Tanz und auch der Gesang, welche auch in der Gruppenaktivität angeboten werden.
Heute ist Cornelia Ketelsen 49 Jahre alt und nur noch 4 Jahre von der für sie so wichtigen Jahreszahl entfernt.
„Unser Verein ist wie eine große Familie und ich hoffe, dass ich noch etliche Jahre, vielen Erkrankten und Angehörigen eine Stütze sein kann“, sagt Cornelia Ketelsen abschließend hoffnungsvoll.
Dieser Verein ist bundesweit tätig und arbeitet kostenfrei, d.h. ohne jegliche Migliedsbeiträge.
Die Gruppe Sondershausen trifft sich jeden 2. und 4. Mittwochnachmittag im Monat im Hasenholz-Östertal-Centrum .

Dieser Artikel ist bereits in der AA vom Mittwoch, den 18.Juni 2014, erschienen
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