VDSF / DAV - Fusion stoppen - JETZT

Aufwachen!!! - nicht nur im Land der Frühaufsteher

Kelbra – Der deutsche Anglerverband geht in die Knie - praktisch bedingungsloser Übertritt zum VDSF?

Der Satzungsentwurf und der Entwurf zum Fusionsvertrag lassen böses für die Angler in Sachsen- Anhalt und anderswo in Deutschland erahnen.

Die Informationspolitik des DAV ob im Bund oder Land machen mich sauer auf unsere Funktionäre, aber die wissen das auch. Vieles wurde durch die Präsidien verhandelt ohne die Mitglieder einzubeziehen. Hier hilft ein Blick in die geltenden Satzungen des DAV: Höchstes Organ ist die Mitgliederversammlung. Dieser Grundsatz scheint verloren gegangen zu sein.

Immerhin hat es der DAV-Bundesverband schon geschafft, den offenen Brief von Günter Markstein vom 13. 09 am 16.09.2011 auf seiner Internetseite zu veröffentlichen.

Zitat von G. Markstein
„Bei allen Bedenken die Sie haben, vergessen Sie nicht, dass die Souveränität der Landesverbände und Spezialverbände nicht angetastet wird. Damit unterliegt auch der Gewässerfond voll der Entscheidungsfreiheit der Landesverbände.“

Zum Thema "Spezialverbände:

Die "darf" es natürlich weiterhin geben, sie werden aber laut Satzungsentwurf / Verschmelzungsvertragsentwurf kein Stimmrecht mehr haben.

Und zum Gewässerfond ist die Aussage entweder falsch oder man hat den Fusionsvertrag tatsächlich nicht verstanden, es droht nämlich die Zerschlagung des freizügigen Angelns ab 2017. Denn diese Satzung soll nur bis 2017 festgeschrieben sein.

Danach kann die Satzung mit der Mehrheit (auf Grund der Mitgliederstärke die ehemaligen VDSF - Verbände) wieder beliebig geändert werden.

Gut und richtigerweise wurde im Satzungsentwurf unter §6 Nummer 2a festgeschrieben, dass die Landesverbände als Mitglieder des Bundesverbandes die Beschlüsse der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes durchzuführen haben.

Wenn dann ab 2017 mit Mehrheit der VDSF - Landesverbände z. B. beschlossen werden würde, den Gewässerfond zu zerschlagen oder diese dem Bundesverband zu übereignen oder was man sich da noch alles denken kann, MUSS der jeweilige Landesverband auf Grund Satzung diesem Beschluss dann auch nachkommen.

Das gleiche gilt, wenn der Bundesverband mit der VDSF - Mehrheit beschließen würde, dass wie in Bayern oder Baden – Würtemberg - Setzkescherverbote, Nachtangelverbote, Totschlagsgebote etc. bundesweit durchgesetzt werden sollen, dann MUSS JEDER Landesverband laut Satzung das auch in seinem jeweiligen Bundesland vorantreiben.

Ein für mich wichtiger Punkt; es muss allen Verbänden und Vereinigungen möglich sein ohne Vorbedingungen, z. B. Gemeinnützigkeit wie es der § 5 Nr. 3 im Satzungsentwurf vorsieht dem DAFV beizutreten. Ebenso ist die Abhängigkeit von anderen Verbänden nach § 6 Nr. 2e eine Formulierung die uns Angler widerstreben muss.
Eine Selektierung wird dem Anspruch zur Vertretung aller Angler in Deutschland durch den DAFV nicht gerecht.

Wer das also nicht will, muss seinem Kreis-, Landes –, und Bundesverband einen Brief (Einschreiben) schreiben, in dem gefordert wird, entsprechende Punkte mit fest in die Satzung aufzunehmen.

Aus meiner Sicht sollte mindestens Folgendes gefordert werden:

1.) Alle angelfischereilichen Belange, die mit dem Tierschutzgesetz in Verbindung stehen, sollen weitgehend bundeseinheitlich und anglerfreundlich geregelt werden.

2.) Dem Bürger soll die Eigenverantwortung für die Einhaltung des Tierschutzgesetzes nicht entzogen werden, und tiefer gehende, einzelfallbezogene Regelungen und Ableitungen aus den Fischereigesetzen sollen entfernt werden.
3.) Alle Bürger sollen das Recht bekommen, ungehindert und unbürokratisch Zugang zur Angelfischerei zu erhalten.

4.) Der Wille zur Verwertung des Fanges soll nicht zur verordneten Pflicht auferlegt werden, so dass nicht jeder gefangene - und nicht aus besonderen Gründen geschützte - Fisch getötet werden muss.

5.) Angler sollen zur Ausübung der Angelfischerei mindestens die gleichen Zugangs- und Aufenthaltsrechte am und zum Gewässer haben, wie jeder andere Bürger auch.

6.) Vereine und Verbände sollen über ihre eigentliche Arbeit hinaus auch die Interessen aller Angler wahren.

7.) Starke Verbände, welche die Interessen der gesamten Anglerschaft in den Vordergrund stellen.

8.) Eine offene und ehrliche Kommunikation durch Vereine und Verbände mit ALLEN Anglern.

9.) Sinnvolle Kontrollen statt weiterer gesetzlicher Verbote.

10.) Alle Angler sollen sich in ihrem Tun gegenüber der Natur und der Kreatur respektvoll und mit Anstand verhalten.

Ebenso muss die Bestandssicherung des jetzigen Gewässerfonds auf Dauer in der Satzung festgeschrieben werden.

Der Zugang zu Neuen Verband muss allen Vereinigungen von Anglern möglich sein, die die Satzung des DAFV anerkennen.
Als absoluten Termin kann man den 5. November 2011 betrachten. An diesem Tag tagt der DAV- Verbandsausschuss, um über den Umgang mit dem Entwurf des Verschmelzungsvertrages zu beraten.
Bis zu diesem Termin müssen bei den jeweiligen Landesverbänden etwaige Einsprüche, Bemerkungen, Hinweise, Wünsche und Befürchtungen bezüglich der Fusion vorliegen.
Im Übrigen tagt die Mitgliederversammlung des LAV Sachsen – Anhalt zur Frage Satzung und Verschmelzungsvertrag am 12. November.

Kommt es unter diesen Umständen zu einer Fusion kann man nur einem Motto folgen:

„WIR WAREN ANGLER“

Den Entwurf der Satzung des DAFV den Entwurf zum Verschmelzungsvertrag findet ihr auf der Internetseite www.angelverein-kelbra.de .

Petri Heil

Uwe Bernert
Vorsitzender
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