Verbrennen von Baum- und Astabfall

Das Verbrennen von trockenem Baum- und Strauchschnitt wird wieder vom 31. März 2014 bis 5. April 2014 und vom 7. April 2014 bis 12. April 2014 in der Zeit von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr gestattet.

Generelle Brennverbote gelten an Sonn- und Feiertagen, auf gewerblich genutzten Flächen, für Laub, Gras, Heu, vier Wochen vor dem Brennbeginn geschnittenes Gehölz und sonstige Abfälle (z. B. Kompost, Bauabfälle, angerottete Biomasse), an Regen- und Nebeltagen, in der Gemarkung Bad Berka, einschließlich Ortsteil München (ausgenommen die übrigen Ortsteile der Stadt Bad Berka) und in der Gemarkung Mellingen außer Köttendorf (in Mellingen ist ein Brandplatz der Gemeinde zu nutzen).

Schwelbrände sind auch verboten und werden geahndet.
Es ist unbedingt darauf zu achten, dass die Nachbarschaft durch starken Rauch nicht belästigt wird. Durch die Umwelt- und Ordnungsbehörden wird immer wieder festgestellt, dass durch Egoismus oder Ignoranz einzelner Bürger ungeeignetes Brennmaterial verwendet wird. Die Palette reicht von verbotenen Stoffen, wie Dachpappe und Sperrmüll bis zu feuchten bzw. nassen Grünabfällen, Laub, Gras u. ä. Manche Bürger stehen auf dem pauschalen Standpunkt, dass es „kein Feuer ohne Rauch“ gibt und erzeugen mit Ihrem Brandhaufen lediglich dicke Rauchschwaden über lange Zeiträume.
Weitere übliche Fehler liegen darin, dass das Brennmaterial zu dicht aufgeschichtet wird, der Brennhaufen im Innern noch zu feucht ist oder erst vor kurzem geschnittenes Gehölz angezündet wurde. Zudem wird oft am Ende eines Brennvorganges auf die Oberfläche der heißen Asche noch kompostierbarer Grünschnitt oder „Zusammengeharktes“ aufgelegt, welches dann noch lange vor sich hin „schmort“.
In all diesen Fällen wird das Umweltamt die Einstellung des Verbrennens fordern, Verwarnungen aussprechen bzw. Bußgelder festsetzen.

Das Umweltamt empfiehlt daher für die Gehölzverbrennung folgende Verfahrensweise:
• Der Brandhaufen sollte spätestens zwei Wochen vor dem Brenntag mit einer Plastefolie überzogen werden. Diese sollte nur den oberen Teil des Haufens bedecken, damit der trocknende Wind seitlich eindringen kann.
• Es sollte zunächst geprüft werden, ob das Brennmaterial genügend abgetrocknet ist. Gegebenenfalls kann es zur nächsten Brennperiode, also ein halbes Jahr später verbrannt werden.
• Mit trockenem Gehölzschnitt ist ein nicht zu großer Brennhaufen aufzuschichten, anzuzünden und weiteres Brennmaterial in möglichst geringen Mengen bei starker Flamme dem Feuer zuzuführen. Das Runterbrennen des aufgelegten Materials ist bis zum geplanten Ende des Brennvorganges zu vermeiden.

• Nadelgehölze und Koniferen verbrennen erfahrungsgemäß mit sehr starker Rauchentwicklung. Daher sollte diese Pflanzenart länger zwischen gelagert oder noch besser separat entsorgt werden.
• In jedem Fall ist auf die Windrichtung zu achten, damit möglichst bewohnte Flächen nicht vom Rauch des Feuers betroffen sind. Im ungünstigen Fall sollte ein anderer gestatteter Brenntag gewählt werden.

Weiterhin sollte es selbstverständlich sein, das Brennmaterial kurz vor dem Verbrennen umzuschichten (Schutz von Tieren, die im Brandhaufen Unterschlupf gesucht haben), die Brennstellen auf bewachsenem Boden mit einem Schutzstreifen zu umgeben, zu beaufsichtigen und nach Abschluss des Brennvorganges ausreichend mit Erde abzudecken oder mit Wasser abzulöschen.

Bei starkem Wind ist das Feuer zu löschen.
Zum Anzünden und zur Unterstützung der Feuer dürfen keine anderen Stoffe, insbesondere keine häuslichen Abfälle, Reifen, Mineralölprodukte, brennbare Flüssigkeiten oder mit Schutzmitteln behandelte Hölzer benutzt werden.
Die in der amtlichen Bekanntmachung vorgegebenen Mindestabstände z. B. zu Straßen, Waldgebieten, Lagerhallen sind einzuhalten.
Für Kleingartenanlagen empfiehlt es sich, an einem Tag auf einem geeigneten Brandplatz in der Anlage unter Aufsicht das Verbrennen durchzuführen (Zusammenfassung kleiner Einzelfeuer).

Das Umweltamt weist darauf hin, dass eine Anzeige des Abbrennens nicht erforderlich ist. Der Baum- und Strauchschnitt kann in unverpackter Form kostenlos an der Kompostierungsanlage Tannroda/Böttelborn (Tel.: 036450/42134) bzw. gegen ein geringes Entgelt in den Kompostierungsanlagen Süßenborn und Utzberg, bei der Fa. Tönsmeier bzw. Fa. AVT in Apolda sowie Containerdiensten entsorgt werden kann.

Das Umweltamt weist ausdrücklich darauf hin, dass der Missbrauch derartiger Feuer und Verstöße gegen die Verbote als Ordnungswidrigkeiten mit Bußgeld geahndet wird. Das Bußgeld kann gemäß § 69 Abs. 3 Kreislaufwirtschaftsgesetz bis zu 100.000 Euro betragen.

Bei starken Rauchbelästigungen bitte Informationen an das Umweltamt unter Telefon 03644/540671 oder Handy 0151/57117183.

Die entsprechende Genehmigung (Allgemeinverfügung) zum Verbrennen von Baum- und Strauchschnitt wird im Amtsblatt des Landkreises vom 22.03.2014 veröffentlicht und ist im Internet unter www.weimarerland.de, Button Umwelt/Landwirtschaft, Service nachzulesen.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige