Der eigene Stromanbieter sein

Die Strompreise sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Ein Stromanbieterwechsel kann eine finanzielle Erleichterung bedeuten, doch nicht in jedem Fall und möglicherweise nur übergangsweise, denn selbst wenn man einen Vertrag über 12 oder 24 Monate abschließt und somit für diesen Zeitraum eine Preisgarantie erhält, dann kann es dem Anbieter trotzdem vorbehalten sein, nach Ablauf dieses Zeitraums die Preise wieder zu erhöhen, so dass man am Ende vielleicht sogar noch schlechter dasteht als bei seinem vorherigen Anbieter. Wie man es dreht und wendet, egal ob die EEG Umlage zur Förderung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen in die neuen Preise mit reinspielt oder nicht, der Verbraucher ist am Ende derjenige, der die hohen Kosten tragen muss, ob er nun will oder nicht, denn auf die Versorgung mit Strom und Wärme sind wir in unserer Gesellschaft so gut wie alle angewiesen.

Nicht aber, wenn man die Energieversorgung selbst in die Hand nimmt. Immer mehr Deutsche setzen sich tatsächlich dafür ein, sich bald selbst mit Strom zu versorgen. Dies könnte eine Entwicklung weg von der zentralen Versorgung durch große Anbieter und hin zu einer dezentralen Versorgung bedeuten. Dies ist nicht nur eine günstige Alternative für Privathaushalte sondern auch für ganze Gemeinden und Kommunen. Wer beispielsweise Solarstrom erzeugen möchte, muss zwar viel für eine entsprechende Anlage investieren, kann aber nach einer Weile von dieser Investition finanziell profitieren und bis zu 800 Euro im Jahr sparen.

Zudem tut man nicht nur für seinen eigenen Geldbeutel etwas sondern auch für die Umwelt, denn eine umweltfreundlichere Alternative als die Nutzung des Sonnenlichts zur Stromgewinnung gibt es wohl kaum. Wer den Schritt wagen will, sein eigener Energieanbieter zu werden, sollte damit rechnen, bis zu 6000 Euro investieren zu müssen. Wer seine PV Anlage beispielsweise mit einem Energiespeicher erweitern will, muss weitere Kosten einplanen. Doch die Investition lohnt sich in jedem Fall, denn man kann sich nicht nur selbst mit dem gewonnenen Strom versorgen, sondern überschüssige Energie ins öffentliche Netz einspeisen und so sogar von der EEG Umlage profitieren. Bevor im nächsten Winter wieder die Strompreise erhöht werden (in manchen Zeitungen sprach man schon von dem teuersten Winter aller Zeiten) ist dieser Schritt wirklich eine Überlegung wert.
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1 Kommentar
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Eberhard :Dürselen aus Weimar | 21.07.2014 | 19:45  
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