Euro-Krise: Es wird besser! Es ist aber nicht vorbei!

(Foto: Guenter Hamich / pixelio.de)
In den letzten Wochen ist es in der deutschen Medienlandschaft ruhig um die europäische Schuldenkrise geworden. Politiker halten sich mit Statements zurück und versuchen gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Schließlich ist am 22.09.2013 Bundestagswahl und da möchte man sich nicht mit unpopulären Thematiken wie zum Beispiel: Mehr Geld für Griechenland auseinander setzen.

Griechenland im nächsten Jahr raus aus der Rezession?


Bis 2020 fehlen den Athenern laut Internationalen Währungsfonds 47 Milliarden Euro. Die griechische Wirtschaft ist indes im zweiten Quartal 2013 nur um 3,8 Prozent, statt wie von den meisten angenommenen um 4,6 Prozent geschrumpft. Damit schrumpft die Volkswirtschaft so langsam wie seit drei Jahren nicht mehr. Verdanken haben das die Helenen der Tourismusbranche, denn diese wird in diesem Jahr einen Rekordumsatz von bis zu 11,5 Milliarden Euro erzielen und 17 Millionen Urlauber nach Griechenland befördern. Grund zum Jubeln gibt es trotzdem nicht, denn das „Negativ-Wachstum“ ist erschreckend. Im nächsten Jahr soll die Arbeitslosenquote im Land von 27 auf 26 Prozent fallen. Außerdem soll Griechenland die Rezession überwinden und auf ein Wachstum von 0,6 Prozent kommen. Letzteres darf gut und gerne bezweifelt werden.

Euro-Zone beendet Rezession.


Leicht positive Tendenzen gibt es bezüglich des Wachstums in der Euro-Zone, denn nach anderthalb Jahren Rezession kehrte die Gemeinschaft wieder zurück in den Wachstumsbereich. Die Euro-Zone verbuchte sogar einen Wachstumsanstieg, wenn man die Wirtschafts-Lokomotive Deutschland nicht mit in die Statistik einbezieht.

Schäuble sieht Fortschritt.


Wolfgang Schäuble sieht große Fortschritte in der Überwindung der Euro-Krise. Gegenüber dem Focus sagte er, dass die Krise uns Europäer näher zusammen gebracht hat. Angesichts der Demonstrationen in Ländern der Peripherie gegen das „deutsche Spardiktat“ kaum vorstellbar. Einen weiteren Schuldenschnitt lehnt der Minister klar ab. Andernfalls würden die Zinsen für die griechischen Staatsanleihen steigen und das Land könnte sich nicht mehr am Kapitalmarkt refinanzieren. Vielleicht müsste es das auch nicht, denn eine geordnete Insolvenz Griechenlands hätte das Land wahrscheinlich schneller wieder auf Kurs gebracht und zu größeren Reformbemühungen geführt. Nur weil ein Land insolvent geht, verliert es deshalb nicht die Industrie und andere wachstumsfördernde Wirtschaftszweige.

Wohlfahrtsverlust liegt bei knapp fünf Billionen Euro.


Die DZ-Bank und die Berenberg Bank haben im Auftrag von der „Welt am Sonntag“ den globalen Wohlstandsverlust gemessen. Der Wohlstandsverlust liegt bei 4,92 Billionen Euro und der volkswirtschaftliche Schaden bei acht Billionen Euro. Wäre Lehman nicht Pleite gegangen wäre die Weltwirtschaft nicht zwischen 2008 und 2012 um jährlich vier Prozent gewachsen, sondern um 5,7 Prozent.
Die Krise ist mit Sicherheit noch nicht vorbei. In den nächsten Jahren werden sich die Europäer wohl ausgiebig mit der Problematik beschäftigen müssen.
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