Japans Solarmarkt boomt

(Foto: lichtkunst.73 / pixelio.de)
Die Nuklear-Katastrophe in Fukushima führte dazu, dass von den 50 Reaktoren in Japan lediglich zwei wieder hochgefahren wurden. Die restlichen Reaktoren werden einem Sicherheitscheck unterzogen oder gehen gar nicht mehr ans Netz. Vor Fukushima erzeugten die Atomkraftwerke in Japan knapp 50 Gigawatt an Strom. Das von Atomkatstrophen gezeichnete Land setzt wie keine andere Nation auf Solarenergie und der Industriezweig boomt förmlich.

Solarausbau in Japan geht weiter.


Vor kurzem wurden die Zahlen zum Photovoltaikausbau vom japanischen Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie veröffentlicht. Im Zeitraum April bis einschließlich Mai wurden 1,24 Gigawatt ans Netz angeschlossen. Im ersten Quartal 2013 wurden 1,7 Gigawatt zugebaut. Für das gesamte Jahr 2013 wird eine neu installierte Leistung von 5,3 bis 6,1 Gigawatt erwartet. Seitdem es auf Solarstrom eine Einspeisevergütung gibt, wurden bereits 20.9 Gigawatt an Leistung in Betrieb genommen. Das rasante Wachstum ist der hohen Einspeisevergütung geschuldet, denn pro Kilowattstunde gibt es bis zu 38 Yen (umgerechnet 29 Cent) vom Staat. Für kleine Dachanlagen wird die Vergütung für zehn Jahre und für große Anlagen für zwanzig Jahre garantiert. Profitieren vom Solarboom tun Sharp, Kyocera, Solar Frontier und Panasonic. Von den 20 größten Solaranbietern in Japan entfielen 54 Prozent der Verkäufe der letzten vier Quartale auf die vier eben genannten Unternehmen.

Japan wird zum Solarmekka


Für 2013 wird von den Experten eine Nachfrage nach Solarmodulen von 35 Gigawatt erwartet. Im ersten Halbjahr 2013 vereinten Deutschland, China, Japan und die USA rund 60 Prozent der Nachfrage auf sich. In der zweiten Jahreshälfte wird erwartet, dass alleine China und Japan bereits 50 Prozent der Nachfrage auf sich vereinen werden. Die Nachfrage aus Europa wird auf 33 Prozent fallen.
Japan möchte sein Energiesystem diversifizieren und weg von der Atomenergie kommen. Der Vorstand der Wirsol-Gruppe Nikolaus Krane kommentierte einen Auftrag aus Japan:
„Japan ist weltweit einer der Hoffnungsträger für die Solarbranche.“

Japan baut größte Batterie um das Netz zu stabilisieren.


Der schnelle Ausbau in Japan hat aber auch seine Schattenseiten. Das Netz muss dringend modernisiert und ausgebaut werden. In Hokkaido möchte das japanische Ministerium bis März 2015 eine riesige Batterie bauen, um den Stromfluss von Solaranlagen zum Netz zu stabilisieren. Der Akkumulator soll 60 Megawatt speichern können und wird 294 Millionen US-Dollar kosten. Die größte Batterie befindet sich momentan in China mit einer Kapazität von 36 Megawatt.
Quelle: http://www.energienpoint.de/erneuerbare-energien/solarenergie/
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