So werden die Börsen durch Syrien beeinflusst

(Foto: La-Liana / pixelio.de)
In der heutigen Zeit können Anleger viel schneller auf Krisen reagieren und ihr Depot umschichten. In der globalisierten Wirtschaftswelt führen Verwerfungen, militärische Aktionen und humanitäre Katastrophen zu negativen Reaktionen an den internationalen Finanzmärkten. Stichwort: Dot-Com-Blase, Bankenkrise, Fukushima…. Der Syrienkonflikt könnte in den nächsten Tagen eskalieren und zur Einmischung der USA und anderen Staaten führen. Viele Anleger fragen sich jetzt, wie sie darauf reagieren sollen.

Im Auftrag vom Handelsblatt hat Forsa eine repräsentative Umfrage zum Thema „Anlageverhalten auf die Syrien-Krise“ in Auftrag gegeben. Es wurden 1.002 Privatanleger befragt und 84 Prozent der Probanden würden ihr Anlageverhalten nicht ändern. Nur vier Prozent der Anleger haben bereits ihr Anlageverhalten geändert. Neun Prozent haben es vor, ihre Strategie zu ändern. Die Gelassenheit der Anleger kann durch den demographischen Wandel erklärt werden. Die Bevölkerung wird immer älter und hat dadurch schon viel Erfahrung mit solchen Szenarien.
Die Eskalation des Syrienkonfliktes wird im ersten Moment zu fallenden Aktienmärkten führen. Sollte der Militärschlag gezielt und auf eine gewisse Dauer begrenzt erfolgen, werden die Kurse anschließend wieder steigen. Vorausgesetzt, die Gegenspieler Obamas reagieren nicht unmittelbar mit Vergeltungsmaßnahmen. Extremisten aus dem Iran haben bereits verlauten lassen, dass es zu gewaltsamen Schlägen gegen amerikanische Einrichtungen kommen wird. Ein Flächenbrand ist also nicht auszuschließen und würde dazu führen, dass der Ölpreis steigt. Die Societe Generale schätzt den Ölpreis in absehbarer Zeit auf 150 US-Dollar. Die Weltkonjunktur würde bei einem Ölpreisanstieg geschwächt werden und das könnte dazu führen, dass die FED die lockere Geldpolitik vorerst nicht einstellt. Aktuell werden monatlich Anleihen und Immobilienpapiere im Wert von 85 Milliarden US-Dollar von der Notenbank gekauft. Viele halten eine Herabsetzung des Ankaufvolumens im September für möglich.

Viele Politiker im Kongress haben sich bereits für Maßnahmen gegen Machthaber Baschar al-Assad ausgesprochen. Die Frage der Verhältnismäßigkeit steht noch im Raum.

Airlines wie Lufthansa sind vom steigenden Ölpreis betroffen und als Anleger könnte man die Aktien des Unternehmens „shorten“. Die Indizes werden ebenfalls bei einem Militärschlag auf Talfahrt gehen. Über ETCs könnte man in Gold investieren.
Quelle: www.boersenpoint.de
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