Abschied vom Weimarer Ikarus – Klassik Stiftung lädt zur Finissage ein

Wann? 03.02.2013 18:00 Uhr

Wo? Weimarplatz, Weimar DE
Dr. Eckhart Gillen, Kulturprojekte Berlin, ist einer der Kuratoren der Ausstellung "Abschied von Ikarus. Bildwelten in der DDR – neu gesehen". Im Hintergrund "Berufsschulung" von Kurt Schütze und Erich Gerlach. Foto: Simone Schulter
Weimar: Weimarplatz | Am Sonntag, den 3. Februar geht die Ausstellung »Abschied von Ikarus. Bildwelten in der DDR – neu gesehen« im Neuen Museum Weimar zu Ende. Mit über 20.000 Besuchern und einer großen Medienresonanz war sie überaus erfolgreich.

92 Leihgeber hatten Arbeiten für die Ausstellung zur Verfügung gestellt. Anhand von 280 Gemälden, Grafiken, Fotografien, Skulpturen und Installationen von 96 Künstlerinnen und Künstlern zeigte die Ausstellung die Vielschichtigkeit der in der DDR entstandenen Kunstwerke und die Veränderungen der Spielräume für künstlerisches Arbeiten in den 40 Jahren der Existenz des Staates. Dabei machte die Ausstellung auch die Zusammenhänge zwischen den offiziell gewünschten und den nonkonformen Künsten sichtbar, ohne die vom autoritären Staat erzwungenen Feindsetzungen und Zwänge auszublenden. Die differenzierte Präsentation unterschiedlichster Bildmotive und künstlerischer Ausdrucksweisen erwies sich als ein wichtiger Beitrag dazu, den seit 1990 bis heute fortwirkenden deutsch-deutschen Bilderstreit zu überwinden. Im Verbund mit den Begleitausstellungen »Tischgespräche mit Luther. Christliche Bilder in einer atheistischen Welt« im Angermuseum Erfurt und »Schaffens(t)räume. Atelierbilder und Künstlermythen« in der Kunstsammlung Gera konnte sie Widersprüche des untergegangenen Systems verständlich machen.

Die Ausstellung »Abschied von Ikarus. Bildwelten in der DDR – neu gesehen« wurde gemeinsam von dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierten und im Institut für Soziologie der Technischen Universität Dresden koordinierten Verbundprojekt »Bildatlas: Kunst in der DDR« und der Klassik Stiftung Weimar veranstaltet. Die Ernst von Siemens Kunststiftung unterstützte großzügig den Katalog, die Bundeszentrale für politische Bildung das umfangreiche Rahmenprogramm.

Verlängerte Öffnungszeiten
Die Ausstellung bleibt aufgrund des großen Besucherinteresses am Samstag, 2. Februar, und am Sonntag, 3. Februar, bis jeweils 22 Uhr geöffnet.

Finissage
Am Sonntag, 3. Februar, um 18 Uhr findet die Finissage der Ausstellung im Neuen Museum statt. Das Kuratorenteam, Ulrike Bestgen (Weimar), Eckhart Gillen (Berlin), Paul Kaiser und Karl-Siegbert Rehberg (Dresden), wird ein Resümee ziehen und Perspektiven aufzeigen. Thema des Gesprächs wird neben den Reaktionen auf die Ausstellung auch die künftige Auseinandersetzung mit der Kunst aus der DDR sein – in der Wissenschaft ebenso wie in Museen und Galerien, Publizistik und Kunstmarkt.

Zusätzliche Führungen
Sa., 2. Februar, 14 und 16 Uhr
So, 3. Februar, 11, 13, 14 und 16 Uhr
Bei der Führung am Sonntag um 13 Uhr handelt es sich um eine Kuratorenführung mit Prof. Dr. Karl-Siegbert Rehberg.
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