"Abschied von Ikarus" – Podiumsdiskussion nimmt "Frauenpower in der DDR" in den Blick

Weimar: Am Frauentor | Am 31. Januar, um 19 Uhr ist die Erfurter Künstlerinnengruppe »Exterra XX« Thema einer Podiumsdiskussion im Vortragsraum des Goethe-Nationalmuseums.

»Exterra XX« gehört zu den wichtigsten Initiativen der nonkonformen Szenen in der DDR. Als erster Zusammenschluss von Künstlerinnen in der DDR 1984 in Erfurt begründet, hat sie in Performances, Fotosessions, Filmaufnahmen, Modenschauen und vielen weiteren Aktionen die Grenzen der Kunstgattungen ausgetestet und mitunter auf die Probe gestellt, um Kunst und Leben zu vereinen. Dabei war den Akteurinnen wichtig, Freiräume für künstlerischen Eigensinn sowie für subjektive Formen der Kunstäußerung zu erringen, in denen sich ihr widerständiges Handeln gegen die verordneten staatlichen Normen entfalten konnte. Das politische Engagement der Künstlerinnen artikulierte sich insbesondere auch 1989, als einige von ihnen die Zentrale der Staatssicherheit in Erfurt stürmten. Im Podiumsgespräch werden die acht Künstlerinnen von ihren damaligen gemeinsamen künstlerischen Aktivitäten berichten, aber auch ihre heutige künstlerische Arbeit in den Blick nehmen.

Die Diskussionsrunde gehört zum Rahmenprogramm der Ausstellung "Abschied von Ikarus. Bildwelten in der DDR – neu gesehen", die noch bis 3. Februar im
Neues Museum Weimar, Weimarplatz 5 zu sehen ist. An der Diskussion nehmen teil: Monika Andres (Renchen), Monique Förster (Erfurt), Gabriele Göbel (Erfurt), Ina Heyner (Erfurt), Verena Kyselka (Berlin), Gabriele Stötzer (Erfurt/Utrecht), Ingrid Plöttner (Erfurt), Harriet Wollert (Graz)
Moderation: Dr. Ulrike Bestgen (Klassik Stiftung Weimar).


Der Eintritt ist frei.
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