Am Ende einer Flucht: Abschiebehaft

Weimar: ACC Galerie | Flüchtlinge kommen nach Deutschland mit dem Ziel, einen Asylantrag zu stellen und Bleiberecht zu erwirken. Je nach Herkunftsland kann dieser Antrag auch negativ beschieden werden und der Antragsteller wird zurückgeschickt. Die Zeit von dieser Entscheidung bis zur tatsächlichen Verschickung wird der Antragsteller in Abschiebehaft gehalten, die bis zu einem halben Jahr dauern kann. An diesem Ende einer Flucht steht neben Enttäuschung über die Rückkehr eine oftmals sehr prekäre Unterbringung. Durch steigende Flüchtlingszahlen sinkt das räumliche Niveau der Abschiebeeinrichtungen: Provisorische Unterkünfte, Überbelegung, Sanierungsstau und Abnutzung prägen diese Haftanstalten. Graffitis, Collagen und Zeichnungen an den Wänden geben beredtes Beispiel über die Seelenlage ihrer kurzzeitigen Bewohner: Verzweiflung, Sehnsucht, Hass und vor allem Langeweile finden ihren Ausdruck in Bildern und Texten. Diese inneren Verfasstheiten sollen anhand dieser Zeichnungen und Wandgemälde vorgestellt werden. Arne Winkelmann ist freischaffender Publizist und Kurator in Frankfurt/Main mit dem Themenschwerpunkt Architektur.

kuratorenwerkstatt.de

Donnerstag, 17. September 2015, 20:00 Uhr, ACC Galerie
Eintritt: 3 € | erm. 2 € | Tafelpass 1 €
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige