Besondere Orte: Historisches Inhalatorium wird Haus des Gastes

Das „Historische Inhalatorium“ ist heute als „Haus des Gastes“ wieder ein wichtiger Anlaufpunkt für Besucher und Bürger in Bad Sulza. Foto: Kurgesellschaft (Foto: Kurgesellschaft)
Bad Sulza: Kurpark | Zu einer Reise durch Weimar und das Weimarer Land möchte der Allgemeine Anzeiger seine Leser in diesem Jahr einladen. Besondere Orte ganz unterschiedlicher Art sind unser Ziel: historische Gebäude, belebte Häuser, bekannte und weniger bekannte Ausflugsziele. Unsere erste Tour führt uns nach Bad Sulza in den Kurpark.

Gleich am Eingang thront ein Fachwerkhaus, das die Neugier weckt. Eine rot-grüne Fassade, Zwiebeltürmchen, Loggien und große Fenster verleihen dem Haus einen ganz eigenen Charakter. Als Inhalatorium wurde das Gebäude 1903 eröffnet. Gespeist mit Sole aus der Carl-Alexander-Sophien-Quelle konnten hier die Kurgäste die mit damals neuester Technik vernebelte salzhaltige Luft inhalieren, einen Badearzt konsultieren. Die Funktionalität des Hauses, aber auch seine Nähe zur Trinkhalle und zum Kurpark ließen das Inhalatorium schnell zu einem beliebten, zentralen Ort in der Kurstadt werden. Das blieb so über viele Jahrzehnte.

Ab den 1990er Jahren wurde das Inhalatorium nicht mehr genutzt. „Viele Jahre stand das Haus dann leer“, erzählt Jörg Hanf, Geschäftsführer der Kurgesellschaft Heilbad Bad Sulza. Es entsprach nicht mehr den Anforderungen an eine moderne Kureinrichtung dieser Art. Still wurde es um das nun „Historische Inhalatorium“. Es verfiel in einen Dornröschenschlaf, bis sich die Stadt Bad Sulza zu einem groß angelegten Investitionsprogramm entschloss. In dessen Folge wurde nicht nur die Toskana-Therme und weitere Einrichtungen in der Kurstadt gebaut, sondern auch das „Historische Inhalatorium“ saniert. Im September 1999 konnte es als „Haus des Gastes“ wiedereröffnet werden – betrieben durch die Kurgesellschaft.

Heute sind im „Historischen Inhalatorium“ die Gästeinformation und die Kurbibliothek untergebracht, hat die Kurgesellschaft ihren Sitz. Im ehemaligen Inhalationsraum finden regelmäßig Kunstausstellungen und Konzerte statt, im früheren Arztzimmer trifft man sich zu Besprechungen und Seminaren. Man kann Tickets für Veranstaltungen kaufen, Fahrräder ausleihen und Souvenirs aus der Region erwerben. Das Haus ist wieder zu einem wichtigen Anlaufpunkt in Bad Sulza geworden, für die Gäste der Stadt, aber auch für die Bürger. „Bei uns ist jeder willkommen“, verkündet Jörg Hanf nicht ohne Stolz auf das wiedererweckte Gebäude, das heute unter Denkmalschutz steht.
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Lokalredaktion Weimar aus Weimar | 09.01.2012 | 12:56  
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