Besondere Orte: Wasserburg wachgeküsst

Marie Petermann ist Schlossherrin auf der Wasserburg Kapellendorf. Im kommenden Jahr soll endlich die Sanierung der Burganlage beginnen.
Kapellendorf: Burgplatz | Frischer Wind weht bereits seit 2010 um die ehrwürdigen Mauern der Wasserburg in Kapellendorf. Damals wurde Marie Petermann hier zur Schlossverwalterin ernannt. Seit dem wird die Burg wahrlich wachgeküsst – nach einem längeren Dornröschenschlaf. Und wenn auch in diesem Jahr noch immer nicht mit der großen Sanierung begonnen werden kann, so stimmen doch die vielen kleinen Schritte hin zu einer attraktiveren Burganlage hoffnungsvoll. So konnten im vergangenen Jahr Reparaturen am Dach vorgenommen werden. Zudem bekam das Verlies eine provisorische Abdeckung und in der Kemenate wurde eine neue Beleuchtung installiert.
„In diesem Jahr wird die Bauvorplanung abgeschlossen“, erzählt Marie Petermann. Diese sei Voraussetzung für die geplante Sanierung, die wohl im kommenden Jahr endgültig gestartet werden kann. Trotzdem wird es auch 2012 einige kleiner Schönheitsreparaturen geben. Zudem soll die Burg an ein neues Wassersystem angeschlossen werden.
In der sanierten Burg wird dann auch wieder eine Dauerausstellung einladen. Sie soll sich vor allem an Kinder und Jugendliche wenden und die Geschichte der Burganlage thematisieren, vom Mittelalter bis in die1930er Jahre.
Die Grundpfeiler des Konzepts stehen bereits. Kein leichtes Unterfangen, müssen doch die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten als Eigentümerin der Burganlage sowie die Stadt Erfurt als Betreiberin an einem Strang ziehen. „Es ist gut, dass man jetzt weiß, in welche Richtung man gehen will“, freut sich die junge Schlossverwalterin.

Ideen für die neue Dauerausstellung werden schon jetzt fleißig gesammelt. Die Sonderausstellungen, die es seit zwei Jahren wieder in Kapellendorf gibt, bereiten diese inhaltlich vor. „Es ist ganz gut, schon jetzt zu wissen, was in welchen Archiven zu finden ist“, erläutert Marie Petermann.

Die diesjährige Sonderausstellung in der Kemenate steht unter dem Motto „Erhalt und Identität“ und widmet sich dem Wirken der Burggemeinde, einem Zusammenschluss interessierter Bürger. Die Burggemeinde begann in den 1930er Jahren die Wasserburg – damals fast eine Ruine – wieder aufzubauen und ins öffentliche Bewusstein zurückzuführen. Nach einer Pause während der Nazi-Diktatur arbeitete die Burggemeinde nach 1945 weiter. Die neue Sonderausstellung soll am 10. Juni eröffnet werden.

Auch in diesem Jahr möchte man dafür sorgen, dass durch verschiedene Veranstaltungen reges Leben zwischen den Burggemäuern herrscht. So wird am 22. März zu einem Tag des Wassers eingeladen. Ein Töpfermarkt findet am 14. und 15. April im Burghof statt. Auch die Kurz & Klein-Bühne aus Jena ist im Sommer erneut zu Gast in Kapellendorf und lädt zu den beliebten Open-Air-Aufführungen ein.

ÖFFNUNGSZEITEN:
Dienstag bis Sonntag,
von 10 bis 12 Uhr
sowie 13 bis 17 Uhr;
Mehr Infos unter www.kapellendorf-wasserburg.de
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