Ein "Modewunder" in Weimar

Wann? 01.09.2011

Wo? Palais Schardt, Scherfgasse, 99423 Weimar DE
Foto: priv. - Wie in alten zeiten wurde die Stadträtin freundlichst begrüßt
 
Foto: priv. - Hereinspaziert...!
Weimar: Palais Schardt | Ein erstes „Fest der Modewunder“ präsentierte sich in der Goethe- und Schillerstadt Weimar, die ja auch Kunst-, Kultur- sowie Universitätsstadt ist. Das Fest ist der Anfang einer wahrscheinlich neuen Zukunft in der Mode- und Designbranche. Doch das Wichtigste daran ist, dass es sich hierbei vorwiegend um Mode für Menschen mit Handicap handelt. Aus diesem Grunde haben sich Projektleiterin Dr. Kathleen Wachowski (aus Holzdorf) und ihre Projektpartnerin, Sylvia Dasse (aus Legefeld) eigens für ein solches Fest den Pariser Designer Chris Ambraisse Boston, der Mode für Behinderte kreiert, nach Weimar geholt. Mit der Eröffnung des Informationsbüros am 1. Juli 2011 im „Petit Pavillon“ im Palais Schardt und an der Seite einer rührigen Praktikantin stand fest, es wird durchgeführt, das erste „Fest der Modewunder“. Innerhalb von nur rund 3 Monaten jedoch ein Fest auf die Beine zu stellen, bedeutet mehr, als nur Interesse dafür und vor allem Mut und Courage. Viele Hürden waren zu überwinden, um den Gedanken der Festdurchführung überhaupt weiter tragen zu können. Vorgesehen waren 3 Tage für diese Veranstaltung, wenn alles so geklappt hätte, wie gedacht. Bewundernswert ist es deshalb, dass trotz der vielen Beteiligungsabsagen und ohne große finanzielle Unterstützung nicht aufgegeben wurde und nun das Fest in abgespeckter Form zumindest an einem Tag dennoch mit viel Ehrenamt stattfand. Da aus terminlichen Gründen eine Teilnahme des Weimarer Oberbürgermeisters Stefan Wolf oder der Stadtkulturdirektorin Julia Miehe zur Festeröffnung nicht möglich war, wurde kurzfristig Stadträtin Petra Seidel (ww), die auch Vizevorsitzende des kommunalen Behindertenbeirates ist, vom Oberbürgermeister beauftragt, vor allem den französischen Gast in seinem Namen recht herzlich in Weimar zu begrüßen und ihm einen schönen Aufenthalt in der Stadt zu wünschen. Er hat Petra Seidel, die dem Projekt begründet zum Teil auch sehr skeptisch gegenüberstand, zum Überreichen für ihn ein Präsent und eine Grußkarte mit auf den Weg gegeben. Doch Petra Seidel übergab nicht nur allein dieses Präsent. An ihrer Seite hatte sie nämlich den Bürgermeister der Stadt, Christoph Schwind, der ebenso zur Eröffnung gekommen war, und Ute Böhnki, die Senioren- und Behindertenbeauftragte von Weimar. Ute Böhnki hat im Namen des Behindertenbeirates, in dem das Projekt als erstes vorgestellt wurde, ein kleines Ginkgobäumchen an Herrn Buston als lieben Gruß mit nach Paris gegeben. Der Vorsitzende des Behindertenbeirates, Herr Elschner konnte leider zur direkten Eröffnung nicht mehr mit vor Ort sein. Er hat sich zwar kurz sehen lassen und sich interessiert die Ausstellung angeschaut, doch er musste wieder zur Arbeit. Wie das eben so ist, an einem Tag, so mitten in der Woche. Auch das, ist ein solches Hindernis, was einem Fest mitunter nicht die gewünschte Besucherzahl beschert. Einen guten Verlauf, nahm es aber trotzdem. Das ist allerdings "kein Wunder", denn es wurde ja mit dem Tanz/Spiel der Farben durch die Kinder der integrativen Schule Weimar, dessen Träger die Lebenshilfe Weimar/Apolda ist, begrüßt…
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2 Kommentare
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Stefanie Lachmann aus Weimar | 06.09.2011 | 10:37  
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Melanie Kahl aus Erfurt | 15.09.2011 | 20:51  
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