Geheimtipps aus der Oberlausitz

...Und los geht's, auf Entdeckungstour mit Ulis "Bockschänkenbus". Bitte alle einsteigen!...
 
Fürst Pücklers Schloss im Schlosspark Bad Muskau
Auf Entdeckungstour zu gehen, kann sich mitunter lohnen. So lohnte es sich auch für mich, als ich mich, zusammen mit meinem lieben Ehemann, in die Oberlausitz zum traditionellen alljährlichen Studientreffen der Männer, die vor einigen Jahren zusammen die studentische Schulbank drückten, aufgemacht habe. Doch warum war die Lausitz dieses Mal das Ziel des Treffens? Studienfreund Uli wollte uns nicht nur zusammen mit Studienfreund Siggi aus Weißwasser zeigen, wie schön es auch in der Lausitz ist, sondern ebenso, wie er sich (s)einen Traum erfüllte. Er stammt nämlich aus der Oberlausitz, lebt und arbeitet jedoch schon viele Jahre in Berlin. Doch Heimat ist Heimat und der Gedanke, dieser stets verbunden zu bleiben, ließ ihn auch niemals los. Wald und Flur aus heimatlichen Gefilden, verliert man nicht einfach so aus dem Auge und es zieht einen auch immer wieder dahin zurück. Deshalb nun kurz zu einer kleinen Geschichte, wie sie sich in Boxberg, im Ortsteil Reichwalde, zugetragen hat und wie sie auch auf der Homepage der Reichwalder „Bockschänke“ sowie in der Speisekarte dieser wieder neu errichteten Gaststätte, zu finden ist:
Als junges Ehepaar hatten Emil und Emma Nowke einen gemeinsamen Wunsch:
Sie träumten von einer eigenen Gaststätte. Für den Fleischer und Imker mit seiner Frau wurde es keine leichte Entscheidung, aber sie erfüllten sich ihren Lebenswunsch.
Idyllisch gelegen, nahe am Wald und an einem kleinen Weg, eröffneten sie 1925 ihr „Wirtshaus im Krug zum grünen Kranze“, integriert in einen für die Region typischen Drei-Seiten-Hof.
Man kam gern aus Reichwalde und Umgebung hierher und traf sich zum Essen, zu Bier oder zu Kaffee und Kuchen und saß im Sommer auf der Wiese vor dem Wirtshaus.
Ab 1960 führten Sohn und Schwiegertochter die Gaststätte. 1979 feierten Emma und Emil noch ihre Diamantene Hochzeit, die Gaststätte war zu diesem Zeitpunkt bereits geschlossen.
Bis zum Frühjahr 1986 bewohnten die Enkelkinder das Haus. Danach wurde das Objekt als Arbeiterwohnunterkunft verpachtet. Nach der Wende übernahmen Immobilienmakler das Grundstück mit den zerfallenen Häusern und verkauften es. Der Zerfall des Objektes ging weiter, bis, ja bis sich ein "alter" Oberlausitzer – unser Uli ! - seinen Traum erfüllte und die „Bockschänke“ wieder zum Leben erweckte.
Warum der Name „Wirtshaus im Krug zum grünen Kranze“ nicht beibehalten wurde?
Umgangssprachlich wurde das Wirtshaus früher in der Region schon immer „Bockschänke“ genannt. Weshalb, das können Ihnen die Reichwalder sagen.
Und mit der neuen Ausrichtung als Wildgaststätte passt der alte neue Name „Bockschänke“ geradezu perfekt.
Perfekt passt aber natürlich nicht nur der Name, denn alles ist perfekt, was Uli aus einer verwaisten Ruine und deren Umfeld nun wieder geschaffen hat. Liebevoll eingerichtet und im ländlichen Jägerstil findet man hier eine Lokalität vor, die es sich wirklich lohnt einmal zu besuchen. Auch als größere Reisegruppe, ist das möglich, denn selbst einen Saal für ca. 120 Personen, umfasst diese Gastwirtschaft. Oft überlegt man sich doch, wohin der nächste Ausflug einmal gehen könnte. Oder? Deshalb ist der Tipp zum Besuch der Reichwalder „Bockschänke“ jetzt eine Empfehlung, die ich Jedem abgeben kann, der sich nicht nur gern auch mal auf einem Kurztrip kulinarisch gut verwöhnen lassen möchte, sondern der gleichzeitig auch noch in der nahen Umgebung ganz viel bietet.
So wurden wir, als kleine Gruppe (4 Ehepaare) z. B. mit dem 9-Sitzer „Bockschänkentaxi“ von Uli zum nahegelegenen Schloss des Fürsten Pückler, nach Bad Muskau gefahren. Dort lädt der fantastische Landschaftspark zum Verweilen ein und das Schloss selbst, erstrahlt für die Besucher ebenso in neuem Glanze. Günstig schoppen kann man gleich nebenan, denn dort lädt wiederum der „Polenmarkt“ regelrecht zum super günstigen Kaufen ein. Doch das ist längst noch nicht alles, was man in dieser Lausitzer Umgebung alles so vorfindet. Eigentlich braucht man, um alles zu erkunden, noch viel mehr Zeit, als wir sie zu unserem Treffen hatten. Schon allein, um auch den herrlichen Bärwalder See, die Erlichthofsiedlung Rietschen, die echte Cowboyranch in Walddorf (Ortsteil von Daubitz), wo es sogar auch echte Büffel oder Lucky Lukes Sarg und Saloons usw. zu bestaunen gibt, oder auch den Findlingspark Nochten als sehenswertes Ziel in dieser fantastischen Lausitzer Ecke mitnehmen zu können. Auch ist eine schöne Radwanderung – sofern man Räder dabei hat - über den so genannten Wolfsweg möglich und für Liebhaber der Radtouren sehr zu empfehlen. Mit einem kleinen fotografischen Einblick, lade ich Sie jedenfalls ein, sich schon einmal aus der herrlichen Oberlausitzer Umgebung Appetit zu holen und ganz besonders aus der Speisekarte der Reichwalder „Bockschänke“ mit noch moderaten Preisen. Gehen Sie dazu auch schon einmal auf die Homepage www.bockschaenke.de. Dort finden Sie ebenfalls alle anderen Daten, wie genaue Anschrift und Telefonnummer. Im Übrigen ist es ratsam, sich unbedingt vorher telefonisch anzumelden und Plätze reservieren zu lassen, weil die Nachfrage nach einem Aufenthalt dort, zum leckerem Essen sehr groß ist.
Petra Seidel, Weimar-Legefeld
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10 Kommentare
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Hannelore Grünler aus Artern | 06.10.2013 | 12:10  
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Petra Seidel aus Weimar | 06.10.2013 | 13:07  
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Constanze Fuchs aus Gotha | 06.10.2013 | 15:10  
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Petra Seidel aus Weimar | 06.10.2013 | 15:18  
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Renate Jung aus Erfurt | 06.10.2013 | 18:25  
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Constanze Fuchs aus Gotha | 06.10.2013 | 19:27  
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Petra Seidel aus Weimar | 06.10.2013 | 20:05  
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Petra Seidel aus Weimar | 06.10.2013 | 20:12  
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Gabriele Wetzel aus Zeulenroda-Triebes | 07.10.2013 | 11:25  
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Petra Seidel aus Weimar | 07.10.2013 | 13:03  
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