Hannes Wader im Kaisersaal Erfurt

Älter, aber trotzdem kaum klüger geworden! TLZ, 23. April 2013

Das Alter muss Niemanden etwas beweisen, aber es kann aus eigener Erfahrung die richtigen Schlussfolgerungen den Jüngeren mit auf den Weg geben. Und aus der Klugheit erwachsen drei Früchte: wohl denken, wohl reden, recht handeln. So schrieb es vor zirka 2500 Jahren der griechische Dramatiker Euripides. Seinen klugen Gedanken zu folgen empfiehlt sich, die Vergangenheit ruhen zu lassen und nicht immer in die Welt zu posaunen, was hätte, hätte, hätte Fahrradkette.
Zurzeit gibt es andere gesellschaftliche Unzulänglichkeiten und das verarbeitet Hans Wader sehr einfühlend in seinen Liedern, das macht seinen Erfolg auch heute noch aus. Auch er sieht den sozialen Frieden gefährdet und verarbeitet diese Themen basierend auf dem Boden des Grundgesetzes. Im Artikel 20 steht dort geschrieben: ,,Die BRD ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat. Gegen Jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand.“ Die Politik fordert von der Bevölkerung. Es muss gespart werden, so einen großzügigen sozialen Staat können wir uns nicht mehr leisten. Mit welchem Recht werden unverhohlen die Verluste sozialisiert und die Gewinne privatisiert? Der Moralapostel und Steuersünder Uli Hoeneß ist nur einer von Vielen, welcher sein Geld in Steueroasen geschafft und sich gegen den Staat arm rechnet. Deshalb ist eine breite gesellschaftliche Diskussion zur gerechten Steuerreform notwendig. Das Ausmaß der Verteilungsungerechtigkeit ist unerträglich, es ist endlich Zeit, dass die Gewinne in unserer Gesellschaft wieder gerecht besteuert werden. Eine Reform der Einkommenssteuer, eine Vermögenssteuer und eine Finanztransaktionssteuer sind somit unverzichtbar. Wir brauchen auch Waders politische Lieder und noch vieles, vieles mehr zur Wahrung des „sozialen Friedens“ im Land. Es war für seine Fans ein motivierender Abend.
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