Interview mit Miss Thüringen Doreen Gräßler: „Ich bin beeindruckt von Reiner Calmund.“

Nebenbei wird für perfekte Nägel gesorgt. Doreen Gräßler wollte es so natürlich wie möglich.
 
Zuerst werden die Haare gemacht.
 
Statt Lockenwickler geben Papierrollen Halt. Eine neue Methode aus den USA.

Als Miss Thüringen durfte Doreen Gräßler bei der Miss-Germany-Wahl am 28. Februar im Europark Rust antreten. Sie war die einzige Teilnehmerin mit Diplom. Leider schied sie in der Vorrunde wie 16 andere Kandidatinnen aus. Doch bis dahin hat sie eine gute Figur gemacht. Im Interview stellt sie sich auf meinAnzeiger.de noch einmal vor.

Können Sie uns etwas über Ihren beruflichen Werdegang sagen?
Ich arbeite seit zwei Jahren im Asklepios Fachklinikum Stadtroda auf der Depressionsstation. Vorher habe ich fünf Jahre Psychologie in Jena studiert und Diplom-Psychologin. Zur Zeit absolviere ich nebenberuflich eine Weiterbildung zur Verhaltenstherapeutin. Mein Ziel ist es, eine eigene Praxis zu eröffnen.

Wo sind Sie zur Schule gegangen?
Zuerst habe ich in meinen Heimatort Camburg die Grund- und Regelschule besucht. Nach der 10. Klasse wechselte ich ins Staatliche Berufsbildende Schulzentrum Jena-Göschwitz und habe dort mein Abitur gemacht.

Was gab es Ausschlag, Psychologie zu studieren?
Ich habe auch überlegt, Medizin zu studieren. Der Numerus Clausus ist ja ähnlich. Aber schließlich war mir dann doch zu anatomisch. Ich wollte eine Mischung aus Medizin und Sozialem. Das ist bei Psychologie gegeben.

Dafür mussten sie sicher ein sehr gutes Abitur vorlegen?
Ich habe mit 1,0 abschließen können.

Haben sie schon öfter an Modellwettbewerben teilgenommen?
Im Jahr 2009 habe ich damit begonnen. Damals wurde ich zur Miss Jena und zur Vize-Miss Thüringen gewählt. Damals merkte ich, dass ich gut ankomme. 2011 bin ich Miss Chemnitz und 2014 Miss Leipzig geworden; 2015 dann Miss Thüringen. Damit hatte ich mich für das Finale der Miss-Germany-Wahl qualifiziert.

Konnten Sie in den Wettbewerben Psychotricks anwenden?
Nein. Aber ich kann mich durch meinen Beruf relativ gut entspannen und versuche, mich nicht verrückt zu machen

Wie erreichen Sie das?
Ich organisiere viel im Vorhinein und bereits mich generell auf Ereignisse gut vor.

Dann hilft Ihnen Ihr beruflicher Hintergrund bei so einer Wahl nicht allzu viel?
Doch, aber auf einem anderen Gebiet. Ich muss viele Vorträge vor Patienten halten und stehe damit im Mittelpunkt. Das hilft mir auf der Bühne.

Sie waren mit den anderen 23 Endrunden-Kandidatinnen mehrere Wochen zusammen. Wie schlimm war der Zickenkrieg?
Man denkt immer, dass es einen solchen gibt. Aber wir haben uns alle sehr gut verstanden. Natürlich kommt man mit einigen besser. Aber das ist normal

Wie halten Sie sich fit?
Ich tanze sehr gern. Schon sehr früh habe ich zum Fasching beim Camburger Carnevalclub getanzt. Zehn Jahre war ich beim Modern Jazz Dance aktiv, habe auch an Turnieren teilgenommen.

Was war Ihre Motivation, bei einer solchen Veranstaltung mitzumachen?
Für mich ist das Ausgleich zum Alltag. Und ins Finale einer Miss-Germany-Wahl zu kommen, ist sicher das Ziel einer jeden Frau, die an solchen Wettbewerben teilnimmt. Das hier ist eine komplett andere Welt. Es ist genau so, wie man es sich als Mädchen vorstellt hat.

Sie sind angestellt. Wird man für eine Misswahl freigestellt?
Ich habe für die Zeit Urlaub genommen.

Wissen Sie, wie oft Sie in den vergangenen Wochen fotografiert worden sind?
Nein, überhaupt nicht. Im Vorbereitungscamp in Ägypten haben uns ständig Fotografen von der Miss-Germany-Corporation begleitet. Auch im Europapark Rust, wo wir vor dem Camp und vor der Wahl untergebracht waren, sind wir sehr oft fotografiert worden.

Sie haben einige Prominente kennen gelernt. Wer hat sie besonders beeindruckt?
Das war Rainer Calmund. Es ist sehr sympathisch und hat uns während der Vorbereitung besucht. Er kannte einige Fußballspieler vom FC Carl Zeiss Jena. Wir hatten gleich einen guten Draht zueinander.

Was gefällt Ihnen an sich selbst besonders?
Mein Lächeln gefällt mir und meine Ausstrahlung insgesamt. Sonst würde ich in einem solchen Wettbewerb nicht so weit kommen. Es geht nicht um die perfekten Maße, sondern um Charisma.

Sie fallen bei Größe und Alter ein bisschen aus der Norm?
Ich messe 1,70 Meter und bin damit nicht die Kleinste im Wettbewerb, mit meinem 28 Jahren allerdings die älteste Teilnehmerin. Aber ich bin stolz, in meinem Alter noch mithalten zu können.

Hadern Sie manchmal mit sich?
Ich bin schon sehr perfektionistisch und möchte meine Ziele zu einhundert Prozent erreichen. Dabei kann ich wichtige Dinge manchmal nicht so genießen Da mache ich es mir oft selbst schwer.

Während der Vorbereitungszeit haben Sie viel erlebt. An was erinnern Sie sich besonders gern?
Es gab viele Highlights. Wir konnten Segway fahren. Das war sehr spannend. Gern erinnere ich mich an das Fotoshooting zu Sonnenuntergang in Ägypten. Obwohl es echt kalt war, hat es großen Spaß gemacht. Eingeladen waren auch zu einem Bundesliga-Fußballspiel in Freiburg. Danach gaben wir Interviews auf Sky. Ein Besuch im EU-Parlament und im Casino stand ebenso auf dem Plan. Wir haben auch einen Backwettbewerb veranstaltet. Jede hatte eine Schwarzwälder Kirschtorte zu kreieren.

Essen Sie so etwas überhaupt?
Ich esse sehr gern Süßigkeiten. Und Schokolade liebe ich über alles. Allerdings in Maßen. Darauf verzichten kann ich nicht.

Ganz ehrlich, wie lange brauchen Sie im Bad?
Das ist ganz unterschiedlich. Ich nehme mir gern mehr Zeit und stehe dafür früher auf. Ich genieße es, mich zu schminken. Wenn es ein muss, kann ich aber auch nach einer Viertelstunde fertig sein

Wie viel Mitsprache hatten Sie in Bezug auf Kleidung und Make up beim Miss-Germany-Finale?
Das konnten wir selbst entscheiden. Natürlich fragt man die Visagisten und Frisöre nach ihrer Meinung. Im Vorfeld konnten wir Fotos von unsern Wunschfrisuren einschicken. Das wurde dann so weit möglich umgesetzt.

Und bei der Kleidung?
Zu Beginn der Wahl tragen alle ein rotes Kleid. Das wird ebenso wie der Badeanzug, in dem wir uns der Jury präsentieren, gestellt. Das Abendkleid musste sich jede Kandidatin selbst auswählen und auch bezahlen.

Für was haben Sie sich entschieden?
Ich hatte leider nicht so viel Zeit zum Aussuchen. Am 16. Januar wurde ich zur Miss Thüringen gewählt und am 6. Februar begann bereits die Vorbereitung auf den Endausscheid. Ich habe also ziemlich viel bestellt und auch wieder zurückgeschickt. Ich wollte etwas, das in Erinnerung bleibt.
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