John Berndt zur Lesung im Schloss Blankenhain

Blankenhain: Schloss | Der in Amerika lebende Autor John Berndt begeisterte am gestrigen Nachmittag mit seiner Lesung aus dem Bestseller aus den USA -Luise 1945 – ca. 50 Zuhörer im Schloss Blankenhain.

Das Buch behandelt die Geschichte der gut behütet im sächsischen Guttau aufgewachsenen Tochter Luise eines Landarztes und dem Glauben an das neue, von Hitler propagierte Deutschland.
Als Krankenschwester in der Ausbildung lernt sie auf einem Treffen des BDM Heinrich kennen, er stammt aus wohlhabendem Hause und befindet sich in der Fliegerausbildung. Sie verliebt sich in ihn.
Als dann der Krieg ausbricht wird Heinrich als Flieger in die Wehrmacht eingezogen und Luises heile Welt bricht aus den Fugen. Erstmals beginnt sie unter den schicksalhaften Erlebnissen des Krieges die Herrschaft der Nationalsozialisten kritisch zu hinterfragen.
Mit knapper Not entkommt sie den Luftangriffen auf Dresden und flüchtet vor den einrückenden Soldaten der Roten Armee. Sie erlebt dann in den ersten Wochen der Besatzung unvorstellbare Verbrechen.

John Berndt wurde 1944 geboren und wuchs nach dem Krieg in einem ostdeutschen Waisenhaus auf. Hier unterhielten sich die Betreuerinnen untereinander, in dem Glauben die Kinder seien zu jung um sie zu verstehen, offen und schonungslos über ihre Erlebnisse während des Krieges und der Befreiung durch die Rote Armee. John Berndt, erst vier Jahre alt, hörte jedoch intensiv zu und die Berichte verfolgten ihn ein Leben lang.

1959 floh er aus der DDR in die USA und fand hier ein neues Zuhause, studierte an der Universität Wisconsin Sozialwissenschaften. Nach seinem erfolgreichen UNI-Abschluss in Psychologie arbeitete er viele Jahre als Betreuer des Adult Protective Services und Leiter eines Sozialamtes. In den zahlreichen Gesprächen mit Hilfesuchenden erhielt er seltene Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt von Frauen, insbesondere in extremen Situationen, wenn das eigene Leben und das der Lieben gefährdet und bedroht werden.

Die als Kind gehörten Berichte der Betreuerinnen im Waisenhaus und die Erfahrungen als Helfer des Adult Protective Servises und Leiter eines Sozialamtes schufen die Grundlage für das Buch. Hierdurch wurde es ihm möglich, das Buch – Luise 1945 –aus der Perspektive einer Frau zu schreiben.

Klaus Gottwald
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