Junge Designer statt großer Namen beim „Apolda European Design Award“

Die Studenten entwerfen freche Mode für den „Apolda European Design Award“.
Einig ist man sich in der Kreisstadt, dass die nun schon 20-jährige Geschichte des Apolda European Design Award unschätzbare Marketingerfolge für die kleine Stadt mit der großen Strickertradition mit sich brachte. Insgesamt 1200 Nachwuchsdesigner haben sich bisher am Wettbewerb beteiligt. Sie seien gleichsam Botschafter der Stadt, erklärt Gerald Rosner, Geschäftsführer von Strickchic Apolda. Das Unternehmen ist selbst Sponsor des Wettbewerbs. „Wo Apolda ist, das weiß in der Branche praktisch jeder“, erläutert er den Erfolg der vergangenen Jahre. Allmählich zahlt sich die Beharrlichkeit der Veranstalter, zu denen neben dem Kreis Weimarer Land, die Stadt Apolda und die Wirtschaftsförder-Vereinigung Apolda-Weimarer Land gehört, auch für die ortsansässigen Unternehmen aus. „Durch die prominent besetze Jury bekommen wir Kontakte zu Firmen, die sonst nicht so häufig nach Apolda gereist wären“, führt Rosner weiter aus. Dadurch haben sich schon einige Aufträge ergeben.

Viele Städte hätten mittlerweile den Wert solcher Wettbewerbe entdeckt, berichtet Hans Jürgen Giese, federführend an den Ausschreibungsunterlagen des Wettbewerbs beteiligt. Der große Vorteil Apoldas liege aber darin, den Design-Wettbewerb mit weiteren Veranstaltungen wie den Workshops für Studenten und den Modenächten für ein breites Publikum zu kombinieren. Das mache den Apolda European Design Award so unverwechselbar.

Neue Wege will man trotzdem gehen. Fanden in den letzen Jahren parallel zu den Preisverleihungen an die Studenten Ausstellungen mit Modegrößen wie Karl Lagerfeld, Wolfgang Joop oder Willy Bogner statt, so soll künftig darauf verzichtet werden. 2014 werde es deshalb zwar eine Ausstellung mit Fotografien von Marilyn Monroe im Kunsthaus geben, berühmte Gäste aber werden fehlen. „Wir wollen die Design-Preise und die jungen Leute Europas in den Mittelpunkt rücken“, erklärt Giese.

Mittlerweile ist die Ausschreibung für den Design-Preis 2014 an 17 europäische Modehochschulen verschickt worden. Sie werden 34 ihrer besten Absolventen in den Wettbewerb schicken. Diese können mit ihren Abschlussarbeiten Preisgelder von insgesamt 30.000 Euro gewinnen. Damit wurde das Preisgeld im Vergleich zum letzten Wettbewerb 2011 um 5000 Euro angehoben.
Für den Design-Wettbewerb, inklusive aller geplanten Projekte, werden 535.000 Euro veranschlagt. Über 60 Prozent und damit 331.000 Euro kommen durch Sponsoren-, Spenden- und Fördergelder zusammen.

ZUR SACHE
- Die Teilnehmer reichen der Jury, besetzt mit Designern, Modejournalisten und Unternehmern, mindestens fünf, maximal zehn komplette Outfits für Damen und Herren ein.
- Die Jury entscheidet geheim über die Verteilung des Preisgeldes.
- Die Preisverleihung findet am 5. April 2014 statt.
- Zum Wettbewerb gehören auch ein Textil- und Strickworkshop, der ab der kommenden Woche in Apolda stattfindet und Modestudenten erste Einblicke in Produktionsabläufe bietet, sowie die beliebten Modenächte (6. Juli 2013, 5. Juli 2914). Hier werden Kollektionen von Apoldaer Strickbetrieben gezeigt und Kreationen junger Designer präsentiert.
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